Jugendwallfahrer zurück aus Israel
LINZ/BEZIRK PERG. 45 junge Erwachsene waren in Begleitung von Diözesanjugendseelsorger Michael Münzner von 15. bis 22. Februar in Israel unterwegs – und sind tief beeindruckt von den Menschen und Besonderheiten dieses Landes. Mit Judith und Miriam Zeitlhofer, Judit Schachinger, Verena Riegler und Stefanie Friedl waren auch Wahlfahrtteilnehmerinnen aus dem Bezirk Perg dabei.

Im Heiligen Land die biblischen Stätten lebendig werden lassen und die heutige Situation der Menschen in diesem Land verstehen lernen: Das war das Ziel jener 45 Personen im Alter von 18 bis 35 Jahren, die an der Jugendwallfahrt der Katholischen Jugend Oberösterreich teilnahmen.
Biblische Orte hautnah erleben
Den Tag nach ihrer Ankunft verbrachte die Gruppe in Betlehem. Am Sonntag führte der Weg vom Ölberg zur Grabeskirche in Jerusalem, wo es der Gruppe trotz der Pilgerströme möglich war, das Heilige Grab zu besuchen. Am Nachmittag waren die jungen Leute im jüdischen Viertel unterwegs und hatten Gelegenheit, an der Klagemauer ihre Bitten zu hinterlassen. Steffi (30): „Als wir bei der Klagemauer der Juden waren und beteten, hat plötzlich im Hintergrund der Muezzin zu rufen begonnen. Das fand ich ein schönes Zeichen, wie Menschen verschiedener Religionen nebeneinander leben können.“
Besuch im Hospiz
Danach stand ein Besuch im Österreichischen Pilger-Hospiz auf dem Programm, wo sich Vize-Rektorin Schwester Bernadette Schwarz – sie ist in Vorderweißenbach geboren und seit knapp 20 Jahren in Jerusalem – sehr über den Besuch aus ihrer Heimat freute. Die jungen Erwachsenen gingen auch den Kreuzweg (Via Dolorosa) in Jerusalem bis zur Auferstehungskirche – für viele ein bewegendes Erlebnis.
Engagement, das Kreise zieht
Am Montagnachmittag ging die Fahrt nach Emmaus/Qubeibeh, wo es zu einer besonderen Begegnung mit Schwester Hildegard Enzenhofer kam. Die Salvatorianerin aus Vorderweißenbach hat zwölf Kilometer von Jerusalem entfernt das Pflegeheim „Beit Emmaus“ aufgebaut, das sie auch leitet. Das Haus steht palästinensischen Frauen christlichen und muslimischen Glaubens offen, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Auf Enzenhofers Initiative wurde 2008 auch eine Krankenpflegeschule errichtet, die qualifizierte Pflegekräfte ausbildet. Für ihr tatkräftiges Engagement wurde Schwester Hildegard Enzenhofer 2017 der Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich verliehen. Die jungen Wallfahrer waren zutiefst beeindruckt von dem, was Schwester Hildegard seit dem Jahr 2002 in Qubeibeh aufgebaut und möglich gemacht hat. Judith (27): „Berührt hat mich besonders die Art und Weise, wie sich Schwester Hildegard um die behinderten Menschen in den umliegenden Dörfern kümmert.“
Wüste und Wasser
Weiter ging die Reise über die Jordansenke zum See Genezareth. Auch das Baden im Toten Meer, auf das sich viele aus der Gruppe schon sehr gefreut hatten, und der Besuch von Jericho, der ältesten Stadt der Welt, begeisterte die Teilnehmer.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden