Internationaler Filmpreis für in Neuseeland lebende Pergerin Sabine Laimer
BEZIRK PERG/LOS ANGELES/WELLINGTON. Unweit von dort, wo am Sonntagabend die großen Leinwand-Stars für ihre Werke die Oscars verliehen bekamen, stand am 5. Februar auch eine Perger Filmschaffende im Mittelpunkt.

So räumte die mittlerweile in Neuseeland lebende, ehemalige Pergerin Sabine Laimer bei der jährlichen Award Show der Visual Effects Society (VES) im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles einen Hauptpreis ab.
Beiträge zum Avengers-Kinohit von der Jury honoriert
„Mein Team und ich haben für unser Mitwirken am Film ,Avengers: Infinity War – Titan´ in der Kategorie ,Outstanding Compositing in a Photoreal Feature´ den Hauptpreis gewonnen. Es war bereits eine spannende Sache, nach Los Angeles zu den Awards zu fliegen. Dass wir auch noch gewinnen, hätte ich mir nie erträumen lassen“, freut sich Laimer. Als Compositing Supervisor lässt die 35-Jährige reale Aufnahmen und computergenerierte Elemente so verschmelzen, dass Zuseher beim Filmschauen nicht merken, dass etwas manipuliert wurde.
Interesse an Filmarbeit bereits in jungen Jahren geweckt
Das Interesse an der Filmarbeit ist bei Laimer bereits früh entstanden. „Nach meiner Zeit an der Hauptschule Baumgartenberg war ich im BORG Perg im musischen Zweig, wo ich mich damals schon mit Photoshop und Computergrafik beschäftigt und kleine Videos gedreht habe. Während des Bachelorstudiums für Medientechnik und Design an der FH Hagenberg hab ich im Zuge eines Pflichtpraktikums in München bei Arri Film Compositing kennengelernt. Ich wollte mich dann näher spezialisieren und habe einen Master für Digital Effects in England gemacht“, schildert Laimer ihren Werdegang.
Für „Hobbit“-Dreharbeiten ausgewandert
Ihr erster Job als Compositor folgte 2006 beim Film „Hui Buh“ bei der Firma ScanlineVFX in München. Nach einigen Jahren in Sydney, Vancouver und London bewarb sich Laimer mit ihrem Mann 2012 bei Weta Digital in Wellington, Neuseeland, um an „The Hobbit“ zu arbeiten. „Als Herr der Ringe-Fan war das immer ein großes Ziel für mich. Wir wurden genommen und sind zunächst für einen Zwei-Monatsvertrag hin, haben uns dann aber in das Land verliebt. Fast sieben Jahre später sind wir – mittlerweile mit unserer Tochter Millie – immer noch da, und werden wohl noch eine Weile in Wellington bleiben“, schließt die VES-Award-Gewinnerin eine baldige Rückkehr in die Heimat aus.


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