Schulen arbeiten mit Hochdruck an Öffnung
PERG. Ab 15. Mai drücken die sechs bis 14-Jährigen wieder die Schulbänke. Ende Mai folgen alle restlichen Schüler. Tips hat mit Schulqualitätsmanagerin Notburga Astleitner, verantwortlich für die Pflichtschulen im Bezirk Perg, über die Schulöffnungen gesprochen.

„Schule ist wesentlich mehr als ein Ort des Lernens. Schule ist ein Ort der sozialen Kontakte und Freundschaften und Schule ist auch ein Ort der Begegnungen – mit Kindern, Jugendlichen und mit den Bezugspersonen, den Lehrern. All das haben wir in den letzten Wochen vermisst, denn eine vitale Gesellschaft braucht die Schule. Ich möchte ein großes Kompliment aussprechen: an alle Schüler, alle Eltern und alle Pädagogen. Sie alle haben viel geleistet und aus verschiedensten Rückmeldungen weiß ich, mit wie viel Engagement und „Herzblut“ in diesen schwierigen Wochen im Bereich Bildung und Lernen gearbeitet wurde“, betont Astleitner.
Schulen füllen sich wieder mit Leben
Nach den herausfordernden Wochen des sogenannten „Distance Learnings“ folgen nun besondere Herausforderungen für alle Volksschulen, Mittelschulen, Unterstufen der AHS und Sonderschulen. Die fast leeren Schulgebäude werden sich demnächst also wieder mit Kindern und Jugendlichen füllen und davor gehört noch Einiges abgeklärt und besprochen. Bildungsminister Heinz Faßmann hat zu den Öffnungen und den einzelnen Etappen umfangreiche Begleitschreiben und Erläuterungen an alle Schulen geschickt, auch Elternbriefe sind seitens des Ministeriums verfasst worden. Anhand dieser Leitfäden werden sich alle bestmöglich diesen Herausforderungen stellen, um bestmögliche Arbeit leisten zu können. Bis 4. Mai werden die Eltern über die neuen Stundenpläne informiert, damit sie über den neuen Schulalltag rechtzeitig Bescheid wissen.
Kommunikation wichtiger denn je zuvor
Die Schulqualitätsmanagerin erwähnt gegenüber Tips, worauf es aus ihrer Sicht besonders ankommt. Das ist zum einen die Gesundheit, der Fokus auf schwächere Schüler und die Kommunikation untereinander. „Die Gesundheit geht natürlich immer vor. Daher gibt das Hygienehandbuch detaillierte Anweisungen vor. Besonders wichtig ist die Vorbereitungszeit bis zur Schulöffnung. Diese muss nun intensiv genützt werden: wie viele Schüler sind im Rahmen des Schichtbetriebes in der Schule, wie viele brauchen zusätzlich Betreuung, wie können die hygienischen Rahmenbedingungen vorbereitet und eingehalten werden, wie sieht es in den Klassenräumen aus und wie werden die Pausen gestaltet - diese Fragen und noch viel mehr beschäftigen die Pflichtschulen im Bezirk und auch alle Höheren Schulen im Moment. In vorbereitenden Konferenzen bezüglich Pädagogik und Organisation müssen alle Punkte und Bedenken ausreichend diskutiert werden. Wichtig ist: Falls es in einer Schule ein Problem gibt, dass muss das umgehend kommuniziert werden damit rasche Hilfe erfolgen kann“, so Astleitner. Weiter sagt sie, dass ein Augenmerk auf schwächere Schüler gelegt werden muss: „Wir können nicht dort fortsetzen, wo wir aufgehört haben. Es bedarf besonderer Sensibilität seitens der Lehrer für alle Kinder, aber insbesondere für jene, die Nachholbedarf haben. Beim Lehrstoff gilt „weniger ist mehr“ – bei der Leistungsbeurteilung gilt „mit Augenmaß“. Richtlinien dazu werden noch kommen. Grundsätzlich ist das Erziehungsziel „Verantwortung für mich und für den anderen“ in den Mittelpunkt zu stellen. Man muss zusammenhalten und zusammenarbeiten. Und immer, aber in herausfordernden Zeiten besonders wichtig ist das „Miteinander reden“. Um dieses ersuche ich! Es gibt keine Pauschallösungen, sondern Probleme können immer nur standortbezogen geklärt werden!


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