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Betrieb neu ausgerichtet: Naarner setzen auf „Ente gut, alles gut“

Michaela Primessnig, 01.06.2022 08:59

NAARN. 2016 haben Johanna und Bernhard Kreuzer den landwirtschaftlichen Betrieb der Tante in Wimm übernommen. Lange haben die beiden nach der idealen Ausrichtung gesucht, seit heuer wachsen Bio-Enten am Hof auf.

Johanna Kreuzer mit den kleinen Entenküken. (Foto: Biohof Kreuzer)
  1 / 2   Johanna Kreuzer mit den kleinen Entenküken. (Foto: Biohof Kreuzer)

„Wir haben lange nach dem Richtigen für uns gesucht“, erzählen Johanna und Bernhard Kreuzer. „Unser Betrieb ist nicht groß, dass es Richtung Geflügel gehen könnte, war dann irgendwie schon eine Idee.“

Der Groschen gefallen ist dann durch Zufall. „Wir haben einen Fernsehbeitrag angeschaut und da es schon früher Laufenten und Gänse bei uns gegeben hat, haben wir uns quasi neu verliebt“, lacht Bernhard. Vom einstigen klassischen Schweinebetrieb hieß es also, alles über den Haufen zu schmeißen. Der Bau des neuen Stalles in Sichtweite der B3 ließ viele vermuten, dass Hühner einziehen würden. „Eigentlich haben alle geglaubt, dass es Hendln sind“, schmunzeln die beiden. Erster Schritt war aber, anzufragen bei einem Vertriebspartner. „Die Eiermacher“ in Kremsmünster zählen auch bei den Enten zu den Größten in Österreich, aber erst 2020 war auch der Geflügel-Vermarkter wieder auf der Suche nach neuen Partnern.

Anfang 2022 sind die ersten Küken eingezogen

Schon 2019 wurde die Landwirtschaft auf „bio“ umgestellt. Im November 2020 folgte dann der Startschuss für den Neubau, der rechtzeitig fertig wurde, damit Anfang 2022 die ersten Entenküken bei den Kreuzers einziehen konnten. „Pro Stall haben wir Platz für rund 3.000 Küken, die als Tagesküken kommen, dann nach drei Wochen auch in den Wintergarten dürfen und anschließend ins Freigelände“, erklärt der 33-jährige Landwirt, der inzwischen auch im Vollerwerb Bauer ist.

Platz für die Enten ist genug, knapp drei Hektar steht den putzigen Schnäbeln für den Auslauf zur Verfügung. Bis zum 49. Tag werden sie dann am Biohof Kreuzer aufgezogen, bevor sie ein Gewicht von rund dreieinhalb Kilo erreicht haben.

Mit dem Umstieg auf Bio-Enten treffen die Kreuzers übrigens durchaus auch den Puls der Zeit. Entenfleisch wird immer mehr nachgefragt und nur ein Bruchteil des österreichischen Bedarfes kann von inländischen Produzenten abgedeckt werden. Die steigenden Kosten machen den beiden Jungbauern nicht zu schaffen. „Wir kennen eigentlich ja nichts anderes, deswegen ist es für uns nicht so schlimm, aber natürlich ist auch uns bewusst, dass das Thema Futterpreis noch ein Thema werden wird“, ist Bernhard Kreuzer sicher. Um möglichst unabhängig in Sachen Energie aufgestellt zu sein, setzen die Kreuzers auf eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Stalles. „Damit hoffen wir, die steigenden Energiepreise gut abfedern zu können.“

Weitere Schritte sindnoch in Ausarbeitung

Mit der Entwicklung ihres landwirtschaftlichen Betriebes sind die Kreuzers, auch zweifache Eltern, aber noch nicht fertig. Welche Sparten sie noch einschlagen werden, ist noch nicht ganz ausgegoren oder darf zumindest noch nicht verraten werden.

Wer sich für frisches Entenfleisch von ihrem Hof interessiert, kann dieses gegen Vorbestellung fünfmal im Jahr ab Hof kaufen, der große Teil ist über bekannte Lebensmittelketten erhältlich, die vom Vetriebspartner beliefert werden. Aktuelle Infos gibts auch auf der Facebook-Seite „Biohof Kreuzer“.


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