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BEZIRK PERG. Während Baden in Hotel-, Wellness- und Thermenanlagen boomt und mittlerweile die Oberösterreicher in mehr als 60.000 Pools privates Badevergnügen genießen, ist die Zahl der Badegäste in den kommunalen Bädern in den letzten 15 Jahren um 50 Prozent geschrumpft. Das Bäderinvestitionsprogramm des Landes ist eine Reaktion darauf.

Aufgrund der über 60.000 privaten Pools in OÖ schrumpft das öffentliche Badevergnügen seit Jahren. Foto: Weihbold

Derzeit werden von den oberösterreichischen Gemeinden 17 Hallenbäder, 16 Lehrhallenbäder, 144 Freibäder und 86 Strand- und Naturbadeanlagen betrieben – viele von ihnen mit beträchtlichem öffentlichen Zuschussbedarf. Mit dem neuen Bäderinvestitionsprogramm werden Anreize für eine erfolgreiche Neustrukturierung in den Regionen geschaffen. Gemeindeübergreifende Badeprojekte werden forciert und die Entscheidungen in die Gemeinden verlagert. Gleichzeitig erhöht das Land die Mittel für die Bädersanierung auf jährlich 6,5 Millionen Euro. Das ist eine Verdreifachung des bisherigen Budgets. Allerdings ist die Vergabe von Fördermitteln an bestimmte Kriterien gebunden, welche die einzelnen Gemeinden zu erfüllen haben. „Insbesondere wird es für viele Gemeinden nicht ganz einfach, einen Deckungsgrad von 50 Prozent an Einnahmen im Verhältnis zu den Betriebskosten zu erreichen“, gibt Landtagsabgeordneter Johann Hingsamer, OÖ Gemeindebundpräsident, im Vorfeld zu bedenken. „Mit dem Bäderinvestitionsprogramm werden zusätzlich Anreize für die Abstimmung des Bäderprogrammes in den Regionen geschaffen“, meinte er weiter.

Beispiele aus dem Bezirk

In etlichen Gemeindeämtern im Bezirk haben sich die Bürgermeister bereits Maßnahmen zur Einsparung überlegt. Um ihr Ergebnis zu verbessern, sperrt zum Beispiel das Freibad in Pabneukirchen statt im Mai erst am 23. Juni auf. Auch in Arbing kommt es heuer zu einer späteren Eröffnung des Freibades – nämlich erst ab Juli. In St. Nikola wird das Bad von Juni bis Ende August geöffnet sein. „Wir wollen das Freibad nach Möglichkeit behalten. Daher reduzieren wir die Öffnungszeiten und werden uns die nächsten Jahre weitere Maßnahmen zur Kostenreduktion überlegen und letztlich entscheidet auch die Bevölkerung, inwiefern Freibäder noch angenommen werden“, so der Bügermeister Nikolaus Prinz. Die Gemeinden Grein und Bad Kreuzen sind eine Kooperation eingegangen. „Wir starten heuer mit einem neuen Konzept in die Badesaison. Wir haben uns in den beiden Bädern auf die gleichen Öffnungszeiten und Eintrittspreise geeinigt. Da die Bäder nahe beeinander liegen, wird es erstmals auch eine gemeinsame Saisonkarte geben. Für Familien kostet eine Saisonkarte 95 Euro“, sagt der Greiner Bürgermeister Rainer Barth. Ab dem 19. Mai und bis Ende August können die Badegäste bei verkürzten Öffnungszeiten den Sprung in das kühle Nass wieder genießen.


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