„1plus1 ist hilfreich und erleichtert den Schritt zum ersten Mitarbeiter“
PERG. Mit der Initiative „1plus1“ will die Standortagentur Business Upper Austria Ein-Personen-Unternehmen dabei unterstützen, ihren ersten Mitarbeiter einzustellen. Bei HPS-Waschtechnik von Hans Pötscher hat das bestens funktioniert.

“Ich habe mir als Bub schon einen Schaltkasten neben meinem Bett aufgebaut und damit Licht und Radio geschaltet. Und so wollte ich eigentlich immer Elektriker werden“, so Pötscher. Doch als er dann die Aufnahmeprüfung bei der Firma Engel erfolgreich absolvierte, lernte er den Beruf des Zerspanungstechnikers.
Vertrauen als größter Schatz
„Der Vater meiner Selbstständigkeit war vor über 20 Jahren mein damaliger Chef der Firma Haider Transporte in Gutau und auch gleichzeitig mein Schwiegervater. Er hat sich damals auch mit fast 50 Jahren selbstständig gemacht und er hat mir stets alles zugetraut und mich ermutigt, ebenfalls diesen Schritt zu wagen. Das war dann eigentlich der Grundstein für meine Selbstständigkeit“, sagt Pötscher stolz. Durch seine langjährige Tätigkeit bei der Feuerwehr Tragwein ist ihm bewusst geworden, dass er dort seine Führungskenntnisse erworben hat. Durch Zufall hat er dann vor knapp 20 Jahren als Servicetechniker für Autowaschanlagen bei der Firma Rohe in Linz begonnen. Mit der Zeit spielte er schon mit dem Gedanken der Selbstständigkeit, da diese Arbeit auch viel Selbstständigkeit abverlangte. „Ich habe mich als Servicetechniker immer mehr um die Kunden gekümmert, als die meisten meiner Kollegen. Ich bin sogar am Sonntag zu Waschanlagen gefahren, wenn sie eine Störung hatten. Und so haben mich die Kunden kennengelernt und das war das Wichtigste, als ich mich dann 2013 selbstständig machte“, sagt Pötscher über diesen mutigen Schritt.
Der Schritt zur Selbstständigkeit
Die langjährige Beziehung zu seinen Kunden nutzte er, um diese für sein eigenes Unternehmen zu werben. „So war alles relativ einfach und ich machte weiter wie bisher – sieben Tage stand ich für meine Kunden auf Abruf“, so Pötscher. Auch die Kosten hielten sich gering. Sein Privatauto, ein VW Bus, wurde kurzerhand zu einem Firmenbus umgebaut und das private Werkzeug verstaut. Schnell wollte er mehr und eröffnete eine Werkstatt mit Waschanlage. Wichtig war auch seine Partnerin Maria. Kundenbesuche am Wochenende werden mit Ausflügen verbunden. Anfangs musste er mit Aushilfen arbeiten, was langfristig keine Lösung war – Hilfe sah er in der Initiative „1plus1“. „Abschließend möchte ich sagen: der Schritt zum ersten Mitarbeiter ist fast genauso schwierig wie jener zur Selbstständigkeit und darum ist die Initiative „1plus1““ sehr hilfreich und erleichtert diesen Schritt – und ein glücklicher Zufall ist, dass mein erster Mitarbeiter Karl mein damaliger Lehrmeister ist.


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