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BEZIRK PERG. Die heimischen Händler bewerten die ersten Einkaufstage nach dem sechswöchigen Corona-Lockdown durchwegs positiv. Und auch körpernahe Dienstleister durften für ihre Kunden endlich wieder die Türen öffnen.

So hat das Einkaufen noch vor einem Jahr ausgesehen. Nun sind eine FFP2-Maske und ein Sicherheitsabstand vorgeschrieben. (Foto: Boris Mitterlehner)

„Der Re-Start ist geglückt. Jetzt brauchen die Unternehmer auch die Perspektive, dass Schluss mit dem ständigen ‚Stop und Go‘ ist. Die Handels- und Dienstleistungsbetriebe unseres Bezirkes präsentieren sich gut vorbereitet und halten alle Auflagen ein. Auch die Kunden sind diszipliniert und kaufen vorausdenkend ein, wie man etwa am Beispiel Valentinstag gesehen hat. Es gab durchaus viele Vorbestellungen, somit weniger Wartezeit und trotzdem endlich wieder das, was uns allen so gefehlt hat – der Kontakt mit anderen Menschen“, sagt Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Wolfgang Wimmer zuversichtlich im Tips-Gespräch. Er meint weiter: „Die letzte Woche hat auch gezeigt, dass man mit gezielten Vorgaben und deren Einhaltung das Coronavirus im Zaum halten kann. Da sollte man sich eher Gedanken machen, ob eine Eröffnung eines Drogeriemarktes im Lockdown mit Menschenansammlungen sinnvoll ist. Aus diesen Gründen wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, die Angst vor weiteren Schließungen dem lokalen Handel zu nehmen. Als eine wesentliche Unterstützung sehe ich hier die kontrollierte Öffnung der Gastronomie. Bei aller Vorsicht brauchen wir eine Strategie zur Rückkehr der Normalität.“

„Wir sind topmotiviert“

Eine Umfrage in der Perger Herrenstraße zeigt, dass die Handelsleute durchaus zufrieden mit der ersten Öffnungswoche waren. So zeigte sich etwa die Chefin vom Palmers in Perg, Annemarie Thauerböck, über die Kundenfrequenz erfreut: „Die Kunden haben gewartet, bis wir wieder aufsperren dürfen. Da merkt man, dass wir viele Stammkunden haben. Der Umsatz in der ersten Woche war somit sehr erfreulich. Auch viele Weihnachtsgutscheine wurden nach dem Lockdown eingelöst und die Frühjahrs-Kollektion kam auch bereits gut an. Der persönliche Einkauf bleibt einfach am wichtigsten.“ Topmotiviert zeigt sich auch das Team vom Juwelier Edthaler: „Es freut uns natürlich sehr, dass wir nach so langer Zeit wieder für unsere Kunden öffnen dürfen. Das gesamte Team ist topmotiviert und perfekt vorbereitet. Selbstverständlich werden auch alle Sicherheitsmaßnahmen von uns eingehalten. Und auch der Valentinstag hat uns in der ersten Woche geholfen“, wie Filialleiter Lukas Keplinger betont. Aber nicht nur der Handel jubelt über das Ende des harten Lockdowns, sondern auch die körpernahen Dienstleister. „Die erste Woche ist sehr gut gelaufen und dann muss man schauen, wie es weitergeht. Für nächste Woche haben wir schon noch freie Termine. Viele unserer Kunden haben gemischte Gefühle zu den Zutrittstest und es schwirren auch viele unterschiedliche Informationen diesbezüglich herum“, sagt Isabella Pössenberger von Körpersinne Kosmetik Massage Fußpflege auf Tips-Nachfrage.

Click und Collect

Vollkommen geschlossen war der Handel trotzdem nicht. Nach den Weihnachtsfeiertagen durften zwar nur mehr Geschäfte für den täglichen Bedarf, Drogeriemärkte, Trafiken oder Apotheken öffnen, doch viele Händler wollten den Umsatzverlust mit Click und Collect kompensieren. Eine Vorbestellung und Abholung der Ware war nämlich weiterhin erlaubt. „Dieses Prinzip funktioniert schon einigermaßen gut, aber einen Ansturm hatten wir auch keinen. Die Leute wollen halt einfach lieber stöbern und sich umschauen. Für viele ist es eben ein angenehmer Zeitvertreib und das geht mit diesem Einkaufsmodell nicht“, antwortet etwa Alfred Pössenberger von Buch & Büro Pössenberger auf die Frage nach dem Erfolg von Click und Collect. Ihm spielten nun vor allem die Semesterferien in die Karten. Viele Schüler wollten eine neue Schultasche oder brauchten alltägliche Dinge für den Schulbedarf. 


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