Schwertberg investiert in die Zukunft
SCHWERTBERG. Der Schwertberger Gemeinderat gab am 10. Februar „Grünes Licht“ für zwei Großprojekte in den Ortsteilen Winden und Windegg: Im Frühjahr wird mit dem Bau des Hochbehälters Lina und den Vorbereitungen für den Geh- und Radweg Winden begonnen.

Der Hochbehälter Lina wird die Wasserversorgung in den höher gelegenen Ortsgebieten Winden und Windegg sichern. Die Linz AG ist für die Planung verantwortlich. Der Gemeinderat hat nun die notwendigen Erd- und Baumeisterarbeiten mit einer Angebotssumme von 875.698 Euro netto vergeben. Für die maschinelle Ausstattung des Hochbehälters wurden 392.668 Euro veranschlagt. Die Fertigstellung ist bis zum Frühjahr 2023 geplant.
Das Gebäude des Hochbehälters ist rund zehn Meter hoch, davon werden rund sieben Meter sichtbar sein. Gleichzeitig sind der Bau einer 966 Meter langen Wasserleitung zu den Siedlungsbereichen und eine Erweiterung der alten Wasserleitung vorgesehen. Zum Betrieb der Pumpen ist auch eine 1.404 Meter lange neue Datenleitung für die Stromeinspeisung notwendig, die zugleich auch für den Breitbandausbau genützt wird.
Sicherheit der Bürger
Außerdem fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für den Bau des Geh- und Radweges Winden. Das Land OÖ hat der Gemeinde im Vorfeld eine Kostenschätzung und konkrete Planungen übermittelt, die gemeinsam mit der Gemeinde in den letzten Jahren ausgearbeitet und überarbeitet wurden. Der 750 Meter lange Geh- und Radweg wird entlang der Landesstraße führen und den Markt Schwertberg mit Winden verbinden. „Dieser stark sanierungsbedürftige Abschnitt der L1416 ist derzeit für Fußgänger und Radfahrer sehr gefährlich. Künftig soll dort mehr Verkehrssicherheit herrschen“, betont Schwertbergs Bürgermeister Max Oberleitner. Die Errichtungskosten des Projektes werden inklusive Planungsarbeiten mit 710.000 Euro beziffert. Die Umsetzung ist für Herbst 2023 geplant.
„Ja“ zur Umwelt
Neben diesen Bauprojekten möchte die Gemeinde aber auch ein starkes Zeichen für mehr Umweltbewusstsein setzen. Einstimmig wurden von allen Fraktionen der Beitritt zum Bodenbündnis und eine Resolution für ein atomfreies Europa beschlossen, um die Nutzung des Atomstromes in der Taxonomieverordnung zu verhindern.
Fortschritte beim Bauhof
Der neue Bauhof soll bis Sommer 2022 fertig sein, um anschließend mit dem Abriss des alten Bauhofes und dem Bau des Gesundheitszentrums am Schacherberg beginnen zu können. Die großen Tore der neuen Garagenhalle und die Fenster wurden bereits montiert. In den nächsten Wochen werden die Holzfassade fertig verkleidet und das Flachdach errichtet. Auch der Innenausbau und die Installation von Wasser, Strom etc. sind bereits voll im Gange. Im März beginnt der Zubau der Splittboxen, die als Lärmschutzmaßnahme den Bauhof besser von der Siedlung abschirmen. Der Gemeinderat hat die Zusatzkosten freigegeben. Nicht zu vergessen ist, dass der Poneggenbach in diesem Bereich in den nächsten Jahren auch renaturiert werden soll und einen Grüngürtel mit Spazierwegen erhalten wird.
Die Arbeitsgruppe Bauhof begleitet die Bauarbeiten und versucht stets, auftretende Baufragen bzw. Ideen fachlich abzuklären, wie den möglichen Einbau einer Zisterne, die Errichtung eines elektronischen Schließsystems oder die Erweiterung der geplanten PV-Anlagen.


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