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PFARRKIRCHEN. Gemeinde und Artegra kämpfen um den Adeg-Markt im Ortszentrum. Weil die Kundenfrequenz stetig weniger wird, ist der Fortbestand in Gefahr.

Seit 2007 gibt es den Nahversorger im Ort, der aber wieder mehr Kunden braucht. Foto: Artegra
Seit 2007 gibt es den Nahversorger im Ort, der aber wieder mehr Kunden braucht. Foto: Artegra

„Es ist zehn vor zwölf“, bringt es Artegra-Geschäftsführer Werner Gahleitner auf den Punkt. „Diese Botschaft müssen wir vermitteln, damit die Pfarrkirchner ihren Markt wieder mehr nutzen.“ Messungen zeigen, dass die Anzahl der Kunden in den letzten Jahren um 20 Prozent gesunken ist: Waren es 2012 noch 132 Einkäufe täglich, so sind es aktuell nur mehr 108. „Die Bevölkerung ist aber nicht um diesen Prozentsatz geschrumpft, die Leute kommen einfach nicht mehr rein“, zeigt Gahleitner auf. Ihm ist der Nahversorger als Beschäftigungsprojekt für beeinträchtigte Personen ein Herzensanliegen. „Das ist unsere Aufgabe und das funktioniert in Pfarrkirchen auch hervorragend. Die Leute fühlen sich wohl und gehen gerne arbeiten. So lange das funktioniert, werden wir mit allen Mitteln darum kämpfen, den Markt zu erhalten.“

Aktionen werden folgen

Wurde bislang die Bevölkerung mit „weichen Botschaften“ motiviert, im Ort einkaufen zu gehen, so folgt jetzt ein dringender Appell. „Wenn wir wieder auf den Wert von 2012 hinkommen, wären wir gut unterwegs“, ist Werner Gahleitner zuversichtlich. Gemeinsam mit Meinungsbildnern aus dem Ort wurden Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet, es wird Aktionen und Flugblätter geben und das Sortiment überprüft. Vor allem aber müsse man den sozialen Hintergrund noch mehr hervorheben, ergänzt der Artegra-Geschäftsführer.

Alles, was man zum Leben braucht

Für Bürgermeister Hermann Gierlinger ist der Erhalt des Nahversorgers „das Aller-allerwichtigste. Ein knappes Jahr haben wir kein Geschäft gehabt und da war der Ortsplatz leer“, erinnert er sich. Eine neu formierte Arbeitsgruppe ist daher bemüht, die Kundenfrequenz zu erhöhen. „Häufiges Argument ist die fehlende Auswahl, aber die Kunden finden hier alles, was sie zum Leben brauchen. Und die Mitarbeiter sind sehr bemüht“, betont Gierlinger.


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