Bezirksjägertag in Puchenau
PUCHENAU. Der Zusammenhalt und eine positive Bilanz standen beim Bezirksjägertag samt eindrucksvoller Hegeschau im Bezirk Urfahr-Umgebung am Sonntag in Puchenau im Mittelpunkt.

Im vollen Buchensaal setzten 500 Jägerinnen und Jäger, Partner und Freunde der Jagd ein starkes Zeichen der Geschlossenheit und des Zusammenhalts.
Bezirksjägermeister Franz Burner und sein Stellvertreter LAbg. Sepp Rathgeb konnten als Festredner LJM ÖR Sepp Brandmayr und Jagdreferent LR Max Hiegelsberger, „Hausherr“ Bgm. Gerald Schimböck und Spitzenvertreter der Grundeigentümer, Jagd- und Forstbehörde und Wirtschaft begrüßen. Besonders hervorgehoben wurde das gedeihliche Miteinander zwischen Jägerschaft, Grundbesitzer und Behörde, die vielfachen Leistungen der Jägerschaft und die gute Waldentwicklung im Bezirk Urfahr-Umgebung, der damit im landesweiten Vergleich ein Vorzeigebezirk ist.
Bezirksjäger ziehen Bilanz
Im Jagdjahr 2014/15 wurden im Bezirk 5.376 Rehe erlegt und damit der behördlich vorgeschriebene Abschussplan zu fast 100 Prozent erfüllt. Der Abschussplan wird in jedem Revier jährlich gemeinsam mit den Grundeigentümern, der Forstbehörde und den Jägern anhand des Verbisses festgelegt. Ziel ist eine ausgeglichene Wald-Wild-Balance. Der Abschuss richtet sich dabei nach wildbiologischen Erkenntnissen, um einen übermäßigen Verbiss an jungen Bäumen und Feldfrüchten zu vermeiden und einen gesunden und artenreichen Wildbestand nachhaltig zu hegen und zu bewirtschaften. Weiters wurden rund 100 Wildschweine, 920 Hasen und 230 Fasane erlegt. Die Raubwildstrecke stieg um die Hälfte an. 780 erlegte Füchse und 530 Marder zeigen wie anpassungsfähig diese Wildarten in unserer Kulturlandschaft sind und wie hoch dadurch der Druck auf seltene Arten wie z.B. das Rebhuhn ist.
Wohnzimmer für Wildtiere
Landesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr betonte die veränderten Nutzungsansprüche an den Wald als Lebensraum und „Wohnzimmer“ der Wildtiere, als Existenzgrundlage für die Forstbesitzer und zunehmend als Erholungs-und Freizeitraum. Hier braucht es einen engagierten Dialog und die Rücksichtnahme der verschiedenen Naturnutzer aufeinander. Agrar- und Jagdlandesrat Max Hiegelsberger bedankte sich bei den über 1.100 Jägerinnen und Jägern im Bezirk für ihren Einsatz und hob den unverzichtbaren Wert der Jagd für die Gesellschaft hervor.
Würdevolle Ehrungen für jahrzehntelange Treue und Leistungen rundeten die Veranstaltung ab. Die Bezirks-Jagdhornbläsergruppe Grenzland sorgte unter der Leitung von Landes-Viertelobmann Gustl Wolfsegger und Hornmeister Roman Burgstaller für die musikalische Umrahmung im Buchensaal, der von der Puchenauer Jägerschaft unter Jagdleiter Karl Grubmüller in ein grünes jagdliches Kleid gewandet wurde.


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