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RAINBACH. Das Leben auf dem  Pferdeeisenbahnhof in Kerschbaum ist in den vergangenen Jahren etwas eingeschlafen. Dabei schlummert in dem  historischen Schmuckstück großes touristisches und gastronomisches Potenzial. Bettina Preinfalk, die neue Obfrau des Tourismuskerns Rainbach, möchte gemeinsam mit dem Verein „Freunde der Pferdeeisenbahn“ wieder mehr Schwung in den Pferdeeisenbahnhof bringen.

  1 / 5   Bürgermeister und Obmann der "Freunde der Pferdeeisenbahn" Fritz Stockinger (r.) und Tourismuskern-Obfrau Bettina Preinfalk (2.v.r.) haben am Nostalgiewagen Hannibal die Zügel fest im Griff. Fotos: Überegger

„Der Pferdeeisenbahnhof ist aus Rainbach nicht wegzudenken. Alle Gäste, die hier herkommen, wissen die Kombination aus Geschichte und Erlebnis zu schätzen und fahren hochzufrieden wieder heim“, sagt Bürgermeister Fritz Stockinger, der seit kurzem Obmann des Vereins „Freunde der Pferdeeisenbahn“ ist.

„Es muss sich wieder mehr tun im Pferdeeisenbahnhof“

Sein Vorgänger und Gründungsmitglied Walter Mayer hat sein Amt als Obmann nach 26 Jahren aus Zeitgründen zurückgelegt. „Wir möchten gerne, dass sich am Pferdeeisenbahnhof wieder mehr tut“, sagt Bürgermeister Stockinger.

Ebenfalls voller Tatendrang ist die neue Obfrau des Tourismuskerns Rainbach, Bettina Preinfalk, die das Amt im März von „Maurerwirt“ Dietmar Greul übernommen hat. Sie hat sich einiges vorgenommen und möchte mit ihrem Team den Tourismus in der Gemeinde - mit dem Zugpferd Pferdeeisenbahnhof - kräftig ankurbeln.

Noriker „Liesl“ zieht den historischen Luxuswagen Hannibal

Nicht nur die Nostalgie-Fahrt mit dem historischen Luxuswagen Hannibal, gezogen von Norikerstute Liesl, auf dem 0,5 Kilometer langen, originalgetreu nachgebauten Trassenstück und das Pferdeeisenbahnmuseum in den ehemaligen Gewölbestallungen sollen mehr Gäste anziehen, auch die Räumlichkeiten im Pferdeeisenbahnhof  sollen vermehrt genützt werden.

Räumlichkeiten für Feste zu vermieten

Etwa der Dachboden und der renovierte Saal im ehemaligen Rossstall, die für diverse Feste von Geburtstagsfeiern bis Hochzeiten, oder auch Seminare gemietet werden können. „Auch ein Gastgarten wäre möglich“, sagt Fritz Stockinger. Im Keller wäre alles vorbereitet, um dort etwa eine Bar einzurichten. Mehrere Wohnungen sind im Pferdeeisenbahnhof auch vorhanden. „Ich kann mir gut vorstellen, diese nach einer Sanierung zu vermieten, ebenso das alte Wachthaus“, plant Bürgermeister Stockinger.

Auch den tschechischen Gästen soll ein Besuch schmackhaft gemacht werden

„Eine Herausforderung wird noch die Bewerbung des Pferdeeisenbahnhofs am tschechischen Markt“, wissen Preinfalk und Stockinger. „Dort sehen wir viele Möglichkeiten.“

Im Jahr 1832 wurde die erste öffentliche Eisenbahn am Europäischen Kontinent zwischen dem tschechischen Budweis und Linz-Urfahr eröffnet, und 1836 noch bis Gmunden verlängert. Seit dem Jahr 1996 fährt sie wieder in der Gemeinde Rainbach.

Auf einem halben Kilometer Schienenstrecke kann noch einmal das unvergleichliche Gefühl des „Reisens von einst“ erlebt werden. Im Luxuswagen „Hannibal“, in dem einst die Herrschaften des Habsburger Kaiserreiches reisten, in stilgerechter Umgebung des historischen Pferdeeisenbahnhofes samt Museum wird das Erlebnis lebendig.

Bei der Wiedererrichtung der Pferdeeisenbahn in Kerschbaum wurde besonders auf die historischen Grundlagen geachtet und so ist die heutige Nostalgiefahrt eine Zeitreise in das Biedermeier.

In den ehemaligen Gewölbestallungen des Pferdebahnhofes ist heute das Pferdeeisenbahn-Museum untergebracht.

Die einstigen Räumlichkeiten der Ersten Bahnhofsgaststätte am Kontinent dienen auch jetzt als Bahnhofsgaststätte.

Pferdeeisenbahn


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