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WALDVIERTEL. „Die Waldviertler Kriecherl brauchen eure Unterstützung“, ruft der Obmann der entsprechenden Genussregion Christian Bisich auf. Die ältesten Nachweise rund um die schmackhafte Frucht werden gesucht.

Foto: zVg Bisich
Foto: zVg Bisich

Hintergrund: Für unsere Waldviertler Kriecherl wird der europäische Herkunftsschutz „geschützter Ursprung“ angestrebt. Dafür sind Nachweise in Form von schriftlichen Aufzeichnungen notwendig, die belegen, dass es die gelben Kriecherl schon mindestens 25 Jahre im Waldviertel gibt. Alte Rezepte, Wirtschaftsaufzeichnungen oder Schnapsbrennunterlagen werden also dringend gesucht. „Bis dato habe ich weniger Feedback bekommen als erhofft muss ich ehrlich gestehen, da ist noch jede Menge Luft nach oben“, meint Obmann Christian Bisich im Hinblick auf seinen Aufruf im April. Am Kriecherlkirtag am 25. September in Schönbach sollen die historischen Funde dann prämiert werden: Für den ältesten Nachweis winkt ein Sparbuch der Raiffeisenbank mit 300 Euro, der „zweite Platz“ darf sich über einen Einkaufsgutschein im Wert von 200 Euro freuen, der Drittplatzierte bekommt wertvolle 100 Euro.

Viele Vorhaben

Das Team rund um die Genussregion Waldviertler Kriecherl setzt alles daran, diese Wildobstform wieder zum Erblühen zu bringen. Dazu sollen weitere Partner aus der Gastronomie mit an Bord geholt werden, Lizenznehmer gefunden sowie Schulen mit eingebunden werden. Im Herbst wird zudem eine weitere Auflage der erfolgreichen Kriecherlpflanzaktion stattfinden. „Außerdem wollen wir den Kriecherl-Obstbau im Speziellen forcieren und interessierten Landwirten so eine Alternative anbieten“, erläutert Bisich. Damit einher gehe auch die laufende Begleitung und Wissenserarbeitung durch Experten. Eine erste Infoveranstaltung habe es bereits gegeben. Denn Ware wird dringend benötigt. Und somit ist das gelbe Kriecherl am besten Weg, um hier in der Region wieder vielfach Wurzeln zu schlagen.

Kontakt Genussregion Kriecherl: Obmann Christian Bisich 0680/2147135, info@kriecherl.at


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