Von Haferbrei und Klosterküche
RIED. Mit der Esskultur im Mittelalter beschäftigt sich die nächste Ausstellung im Museum Innviertler Volkskundehaus, die am 11. Februar eröffnet wird.

Im Gegensatz zum Klischee von mittelalterlichen Tafelrunden mit gewaltigen Fleischmengen und tropfendem Bratensaft stellte Haferbrei jahrhundertelang das wichtigste Gericht des Mittelalters dar. Erst im Lauf des 13. Jahrhunderts wurde Brot zum Hauptnahrungsmittel. Den gesellschaftlichen Rang eines Menschen erkannte man in der hierarchischen Welt des Mittelalters auch daran, welches Brot er aß.
Gekocht wurde auf einer offenen Feuerstelle. In bäuerlichen Haushalten war es üblich, Gerichte zu essen, die in einem einzigen Kessel zubereitet werden konnten, also Suppen und Eintöpfe. Nur in wohlhabenden Haushalten gab es Bratenspieße, Pfannen und Waffeleisen.
Wein und Bier wurden häufiger getrunken als das sehr oft verunreinigte Wasser. Die Weine schmeckten sauer, galten aber als gesund; es hieß, sie fördere die Verdauung und hebe die Stimmung. In vielen Regionen war Bier das Hauptgetränk, es enthielt wenig Alkohol und durfte auch an Fasttagen getrunken werden. Zentren der Bierbrauerei waren die Klöster. Sie leisteten außerdem Pionierarbeit im Acker- und Weinanbau, bei der Fischzucht, der Käseproduktion und der Züchtung von Obstsorten.
- Eröffnung: Do., 11. Februar, 19 Uhr
- Ried, Volkskundehaus
- Dauer: bis 11. Juni
- geöffnet: Di–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, Sa 14–17 Uhr
- Ein Vermittlungsprogramm für Schulen wird angeboten (Anmeldung: kultur@ried.gv.at, Tel. 07752/901-301 oder -302)


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