Auf der Spur vom alten Tod
RIED. „Lebt der alte Tod noch?“ fragt sich Hans Kumpfmüller in seinem neuesten Buch, das er, wieder einmal musikalisch begleitet von der Gesangskapelle Hermann, am Freitag, 15. November im KiK vorstellt.

Gern ins Auge gefasst werden sie nicht, die letzten Dinge. Und noch weniger ihr Repräsentant: der alte Tod. Oft totgesagt, ist er nicht umzubringen. Nie wirklich gesehen, wirkt er unverwüstlich. Er ist unbeliebt, ja. Wohl zu Unrecht, denn er hat alle guten Eigenschaften der Erfolgreichen, die wir sonst so bewundern. Seine Abschlussqualität ist beispielhaft, liegt sie doch bei verlässlichen hundert Prozent. Direkten Begegnungen geht er aus dem Weg. Sich auf seine Spuren zu begeben hat kein Ende und wirkt paradoxerweise belebend.
Diese Spurensuche nach den letzten Dingen der Menschen und dem alten Tod betreibt Hans Kumpfmüller in seinem neuesten Buch mit der ihm eigenen Leidenschaft, und die führt ihn oft auch zu Szenen von unwiderstehlicher Komik.
Die Gesangskapelle Hermann, nach wie vor auf dem Weg ins Leben, umfasst die Präsentation dieses Werkes mit alten und jungen Totenliedern, deren verbindendes und kraftvolles Element ihre klangliche Vitalität ist.
Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Alfred Pittertschatscher, der jahrzehntelang die literarische Abteilung des ORF-Landesstudios Oberösterreichs leitete.
- Freitag, 15. November, 20 Uhr
- Ried, KiK
- Eintritt: 15 Euro
- Karten: Raiffeisenbank Region Ried, Thalia Buchhandlung, kik-ried.com


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