Jugendplattform wird „volljährig“
RIED. 18 Jahre ist normalerweise keine „runde“ Jahreszahl, wenn aber eine Initiative, die sich mit den Anliegen Jugendlicher beschäftigt, „volljährig“ wird, ist das ein Grund zum Feiern.

Der „soziale Arbeitskreis Jugendplattform“ wurde auf Initiative von Streetwork Ried 1998 gegründet. Seither bietet die Plattform ein Forum für die mehr als ein Dutzend sozialen Einrichtungen und Organisationen in Ried, die sich mit Belangen Jugendlicher auf unterschiedliche Art auseinandersetzen. Unter anderem, so Vizebürgermeisterin Gabriele Luschner, gehe die Gründung des Jugendzentrums „dustala“ auf die Hartnäckigkeit der Plattform zurück.
Im Laufe der Jahre veränderten sich die Aufgaben der Jugendplattform. In den letzten Jahren wurde das Augenmerk vermehrt auf die Vorstellung von und Kooperation mit neuen Hilfsangeboten in Ried, sowie Vorträge von Experten zu jugendrelevanten Themen gelegt.
Streetworkerin Kerstin Hofstätter war bei der Gründung der Plattform dabei. Sie sieht trotz der „starken Soziallandschaft“ in Ried immer noch viele Probleme. So hätten sich viele Jugendliche aus dem öffentlichen Raum zurückgezogen. Es gäbe auch immer wieder junge Obdachlose, aber nur eine Krisenwohnung für die Sozialvereine.
Sozialstadträtin Angelika Podgorschek bezeichnete die Jugendplattform als „wunderbare Anlaufstelle für Jugendliche mit Problemen“ und versprach, dass die Stadt „weiter ein offenes Ohr für die Anliegen der Platform haben wird“.
Aktionstag
Zur Feier der „Volljährigkeit“ gibt es am Freitag, 21. Oktober, einen Aktionstag.
Teil eins findet von 11 bis 14 Uhr im Museum Volkskundehaus statt. Dabei präsentieren sich die einzelnen Jugendeinrichtungen in Ried.
Von 18 bis etwa 22 Uhr gibt es im Sparkassen-Stadtsaal nach kurzen Grußworten einen Vortrag mit anschließender Diskussion von Roman Langer (Uni Linz) zum „Schattenbildungssystem“, danach Livemusik von „Cabbage Garden“.


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