Zeitgeschichte: Rieder schreibt Standardwerk
RIED. Dass ein Buch schon beim Erscheinen als Standardwerk bezeichnet wird, ist eher selten. „Nationalsozialismus im Bezirk Ried – Widerstand und Verfolgung 1938-1945“ von Gottfried Gansinger, das am 3. November im Sparkassen-Stadtsaal vorgestellt wird, ist so ein Buch.

Der Rieder Zeitgeschichtsexperte Gottfried Gansinger beschäftigt sich seit seiner Pensionierung beinahe „hauptberuflich“ mit der Geschichte Rieds und des Innviertels während des Nationalsozialismus. Seine Arbeit seit 2002 hat zu einer Klima- und Handlungsänderung in der Gedenkarbeit geführt, denn lange Zeit hat man besonders im Innviertel die Opfer (und auch die Täter) nicht wahrgenommen.
Erst seit einigen Jahren wird begonnen, diese Zeit der Verfolgung und auch des Widerstands aktiv aufzuarbeiten und Gedenkarbeit zu leisten, etwa durch Straßenbenennungen oder die Errichtung des Lern- und Gedenkortes für den Bezirk Ried durch die Stadt Ried.
Erster Überblick
In seinem Buch, für das er jahrelang recherchiert und etwa 200 Interviews geführt hat, bietet Gansinger erstmals einen Gesamtüberblick über die Zeit des Nationalsozialismus im Bezirk Ried, vor allem aber über mehr als 200 Todesopfer des NS-Regimes, die mit dem Bezirk Ried verbunden waren.
Präsentation
Das Buch wird im Gespräch mit dem ORF-Journalisten Tarek Leitner präsentiert. Die Musik kommt von der Inklusionsband „Together“. Eingebunden werden Statements von Bürgermeister Albert Ortig, Landeshauptmann Josef Pühringer und dem EU-Abgeordneten Joe Weidenholzer aus lokaler, oberösterreichischer und europäischer Sicht.
Termin
- Donnerstag, 3. November, 20 Uhr
- Ried, Sparkassen-Stadtsaal
- Unkostenbeitrag: 5 Euro (Schüler freier Eintritt)
- Vorverkauf: Buchhandlungen Dim und Thalia in Ried


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