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RIED. Innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Tagen besuchten insgesamt 91 Soldaten des Panzergrenadierbataillons 13 den Lern- und Gedenkort Charlotte-Taitl-Haus in Ried.

Geschichtsstunde für die Soldaten im Lern- und Gedenkort Charlotte-Taitl-Haus (Foto: Gerald Held)
Geschichtsstunde für die Soldaten im Lern- und Gedenkort Charlotte-Taitl-Haus (Foto: Gerald Held)

Im Rahmen der für alle Soldaten vorgesehenen wehrpolitischen Bildung nutzte das Bataillon die Möglichkeit, sich mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der eigenen Garnisonsstadt auseinanderzusetzen.

Sieglinde Frohmann, Leiterin der Kulturabteilung der Stadt Ried, schilderte den Soldaten aller Dienstgrade des Panzergrenadierbataillons, vom einfachen Rekruten bis zum Bataillonskommandanten Oberst Alfred Steingreß, die abscheulichen Verbrechen dieser dunkelsten Zeit der Geschichte Österreichs bildlich und packend.

Familienschicksale

Das Besondere am Gedenkort ist, das die Besucher die Geschichte und Umstände aller 196 im Bezirk ermordeten Menschen nachlesen, nachhören und als App auch nach dem Besuch erleben können. Es geht somit nicht um bloße nüchterne und neutrale Statistiken, sondern um die unerhörten Familienschicksale der Opfer und der Hinterbliebenen.

In der Zeit der faschistischen Diktatur wurden im Bezirk Ried mindestens 196 Menschen durch das unmenschliche und verbrecherische Regime ermordet.


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