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RIED. Johannes Meißl, gebürtiger Rieder und ehemaliger Schüler der LMS Ried, ist an der Universität für Musik und darstellende Kunst (mdw) in Wien zum Vizerektor für Internationales und Kunst ernannt worden.

Johannes Meissl spielt eine Violine von Andrea Guarneri (1690) aus der Musikinstrumentensammlung der Österreichischen Nationalbank. (Foto: Artis Quartett)

In Ried spielte der Sohn des Rieder Kaufmanns Franz Meißl schon als 17-Jähriger die Solo­violine bei Konzerten des Brucknerbundes.

Studium

Am Brucknerkonservatorium und an der mdw studierte er Violine und Komposition, unter anderem bei Wolfgang Schneiderhan, Gerhart Hetzel und Hatto Beyerle, und schloss mit Auszeichnung und Würdigungspreis ab. Weitere Studien absolvierte er beim LaSalle Quartett in den USA.

Artis Quartett

Seit 1982 ist Meißl Mitglied des renommierten Artis Quartett Wien, mit dem er in zahlreichen Konzerten auftritt und seit 1988 einen erfolgreichen Konzertzyklus im Wiener Musikverein gestaltet. Unter anderem wurde das Artis Quartett mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. Meißl konzertiert darüber hinaus auch solistisch und im Rahmen verschiedenster Kammermusikprojekte.

Gemeinsam mit Hatto Beyerle leitet er die ECMA (European Chamber Music Academy) und unterrichtet weltweit bei zahlreichen Kursen und Sommerakademien. Derzeit ist er auch Gastprofessor am Shanghai Conservatory of Music.

Dirigent

In den letzten Jahren widmet sich Johannes Meissl erfolgreich dem Dirigieren und tritt regelmäßig mit verschiedenen Orchestern in Österreich, Japan, Bulgarien, Litauen, Polen, Finnland und Rumänien auf. Bis zu seiner Ernennung zum Vizerektor war Meißl Senatsvorsitzender an der mdw.


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