HTL Ried: Distance-Learning ist eine Herausforderung für alle

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Rosina Pixner Rosina Pixner, Tips Redaktion, 31.03.2020 11:00 Uhr

RIED. Von einem Tag auf den anderen ganz plötzlich vom normalen Unterricht auf Distance-Learning umstellen zu müssen hat viele Schulen vor enorme Herausforderungen gestellt. Wie es Lehrern und Schülern der HTL Ried mit dem Distance-Learning geht, lesen Sie im folgenden Artikel.

HTL Ried Direktor Wolfgang Billinger meint, dass dieser ansatzlose Übergang auf ausnahmsloses Distance-Learning für seine Lehrer und Schüler die wohl größte Herausforderung war. Für seine Lehrer sieht er in dieser für unser Land doch sehr neuen Unterrichtsform einen deutlichen zeitlichen Mehraufwand, ist aber gleichzeitig sehr zuversichtlich, dass sowohl die Schüler als auch die Lehrer es schaffen werden.

Für die Matura gut gerüstet

Im Hinblick auf die heurige Matura bleibt er entspannt: „Unsere Schülerinnen und Schüler sind gut vorbereitet.“ Wolfgang Billinger nutzt die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Kommunikation mit seinen Schülern, vom E-Mail über selbst erstellte Lehrvideos bis hin zu Videokonferenzen. So ist sichergestellt, dass die Diplomanden gut betreut sind. Der positive Umgang mit dieser schwierigen Situation ist ein Beweis, wie flexibel und leistungsstark das Schulsystem ist.

Kommunikation Schüler-Lehrer funktioniert gut

Auch die Lehrer der HTL Ried stimmen darin überein, dass die Kommunikation mit den Schülern einwandfrei funktioniert, und viele sind über die fristgerechte Abgabe und die meist 100-prozentige Rücklaufquote von gestellten Arbeitsaufträgen positiv überrascht. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass alle Schüler der HTL Ried über eine eigene HTL Ried E-Mail Adresse verfügen und für die Schule eine wahre Fülle modernster Kommunikations-Tools zur Verfügung steht (unter anderem Office 365, Digitales Klassenbuch, E-Books, Lernplattform Moodle, diverse Chat-Programme und Messenger sowie Webseiten mit Lernvideos). „Eigenverantwortung und Selbstorganisation unserer Schüler sind jetzt enorm gefragt. Die Schüler brauchen beim Distance-Learning intensive und regelmäßige Begleitung und das bedeutet eine sehr hohe Online-Präsenz der Lehrer tagsüber, aber auch viel Abendarbeit“, weiß Martin Anzengruber, Lehrer für Mathematik und Geografie an der Rieder HTL.

Online-Unterricht kein Ersatz für Regularunterricht

Gefragt nach der langfristigen Nachhaltigkeit des Online-Unterrichts sind sich allerdings alle Lehrer darin einig, dass dieser keinen Ersatz für einen regulären Unterricht in und an der Schule sein kann. „Gerade bei der Erarbeitung neuer Lerninhalte ist die unmittelbare Kommunikation von Angesicht zu Angesicht unerlässlich. Auch was die Lernmotivation der Schüler und die soziale Interaktion anbelangt, ist der face-to-face Unterricht unschlagbar und durch nichts zu ersetzen“, untermauert Anzengruber.

Und wie sehen das die Schüler? Julia Schönauer, Schülerin in einer der beiden heurigen Maturaklassen, kommt insgesamt mit der neuen Situation gut zurecht und fühlt sich auch gut auf die Matura vorbereitet. Für sie ist mit dem Distance-Learning ein weitaus größeres Maß an Eigenverantwortung gefragt und der Berg an Arbeitsaufträgen manchmal erdrückend. „Schule ist jetzt viel intensiver, und man muss sich selber viel mehr bemühen um den Stoff zu lernen und zu festigen.“ Zudem fehlt ihr der Kontakt zu den Mitschülern, aber zum Glück gibt es den Videochat. Für sie und andere HTL Schüler ist eines allerdings ganz klar: „Distance-Learning ja, aber nur so lange wie nötig und so kurz als möglich.“

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