Herzschlag-Finale hält SV Guntamatic Ried im Aufstiegsrennen
RIED. Dieses Spiel hätte ein volles Stadion verdient: In einer hochklassigen Partie mit einer nervenzerfetzenden Schlussphase besiegte die SV Guntamatic Ried den stark auftretenden FC Wacker Innsbruck mit 4:3 (1:1) und wahrte damit die Chance auf den Aufstieg.

Bis kurz vor Schluss ähnelten sich die Halbzeiten: Die SVR geriet jeweils früh in Rückstand (0:1 Meusberger, 2.; 1:2 Faleye, 48.), musste dann mit einigem Glück und guten Paraden von Torwart Dimitrovic eine Phase mit zahlreichen teils hochkarätigen Chancen der Innsbrucker überstehen, und kam dann mehr oder weniger verdient zum Ausgleich (1:1 Wießmeier, 23.; 2:2 Gschweidl, 81.).
Wilde Schlussphase
Die letzten zehn Minuten hatten es dann in sich – ein volles Stadion wäre bei diesem Spielverlauf buchstäblich explodiert.
Kurz nach dem 2:2-Ausgleich lenkte der Innsbrucker Behounek in der 85. Minute einen Stanglpass von Kerhe zum 3:2 ins eigene Tor – Ried schien das Spiel gedreht zu haben.
Die Gäste dachten aber nicht im Traum daran, sich geschlagen zu geben. Ihre Schlussoffensive brachte die Rieder gehörig ins Schwimmen und gipfelte in der 93. Minute im 3:3-Ausgleich durch Meusburger – wieder nach einem ruhenden Ball. Der Jubel bei den Innsbruckern schien grenzenlos, für die entsetzten Rieder schienen in der dritten Minute der Nachspielzeit alle Aufstiegshoffnungen zerstört zu sein.
In letzter Sekunde
Aber es kam anders: In der ersten Aktion nach dem Ausgleich schlug Ziegl einen langen Pass nach vorne, Reiner verlängerte per Kopf in den Strafraum zum eingewechselten Gschweidl. Der setzte sich in der Luft gegen zwei Innsbrucker durch und erzielte in der 95. Minute, ebenfalls per Kopf, mit seinem zweiten Treffer im Spiel das entscheidende 4:3.
Diesmal jubelten die Rieder, deren Aufstiegschance dadurch erhalten bleibt. Allerdings müssen sie in zwei Spielen einen Drei-Punkte-Rückstand aufholen und auf wenigstens eine Niederlage der zuletzt sehr starken Klagenfurter hoffen.
„Ein hartes Stück Arbeit“
SVR-Cheftrainer Gerald Baumgartner gab nach dem Spiel zu: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben beide Halbzeiten mit einem Rückstand begonnen und das Spiel teilweise aus der Hand gegeben. Die Jungs wollten aber unbedingt gewinnen und sind bis zur letzten Sekunde gelaufen. Die Moral hat gepasst. Wir hatten heute auch mal das Glück des Tüchtigen, das wir zuletzt nicht hatten.“
Im Aufstiegskampf sei noch nichts entschieden, meinte Baumgartner: „Wir müssen jetzt hoffen, dass der Gegner Punkte lässt. Das ist auch eine Nervensache – und heute haben unsere Nerven gehalten.“ Mit einem Grinsen fügte er noch hinzu: „Die Nerven der Zuschauer haben wir heute sehr strapaziert. Aber das gehört dazu.“
Saisonfinale
Die SVR spielt am Freitag, 24. Juli in Horn und zum Saisonabschluss am 31. Juli zuhause gegen den FAC. Konkurrent Klagenfurt muss noch nach Amstetten und empfängt am letzten Spieltag Wacker Innsbruck.
Video
Ein Video zum Spieltag gibt es auf tips.at und im Fernsehen auf TV1.


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