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RIED. Im kommenden Jahr feiert die Sparkasse Ried-Haag ihr 150-jähriges Bestehen. Sie ist damit die älteste selbständige Bank mit Sitz im Innviertel.

Sparkassen-Marketinglady Petra Dürrer mit dem Vorstandsvorsitzenden Dir. Wilfried Bachmayr und Vorstandsdirektorin Elfriede Sejkora (v. l., Foto: Kloibhofer)

1866 wurde die Bank gegründet als „Institut zur sicheren Aufbewahrung, Verzinsung und allmählichen Vermehrung kleiner Ersparnisse, um hiedurch den Geist der Arbeitsamkeit zu wecken und zu erhalten“. Der Rieder Gemeinderat fasste diesen Beschluss am 31. Oktober (damals noch nicht der Weltspartag); wirksam wurde er am 31. Dezember 1866.

Im Gegensatz zu Vereinsbanken (wie z. B. die 1. Österreichische Sparkasse) ist die Sparkasse Ried-Haag eine Gemeindebank. Sie zahlt keine Dividende an Eigentümer aus, sondern gibt ein Drittel des Jahresüberschusses im Verhältnis 3:1 an die Haftungsgemeinden Ried und Haag. Diese Widmungsrücklage, zuletzt knapp eine Viertelmillion Euro pro Jahr, wird für vorher bestimmte Zwecke verwendet – unter anderem wurden der Stadtsaal und die Musikschule in Ried sowie das Feuerwehr-Einsatzzentrum in Haag mitfinanziert. Direktor Wilfried Bachmayr: „Dieses Geschäftsmodell ist heute aktueller denn je. Das Bankenimage ist nicht das Beste – wir zeigen, dass es auch anders geht!“

Im Jubiläumsjahr wird das Institut einige Veranstaltungen organisieren und ein „Rieder Konto“ mit Rieder Schwanthaler-Zehnern im Wert von 150 Euro und „George“-Banking anbieten.

Die Geschäftslage beurteilen Bachmayr und Vorstandirektorin Elfriede Sejkora optimistisch: „2015 war sehr erfolgreich für uns. Trotz Hürden wie dem niedrigen Zinsniveau liegt der Ertrag im Bereich des Vorjahres, das Kreditvolumen konnte um sechs Prozent ausgeweitet werden, die Einlagen sind ähnlich gewachsen. Auf dieser Grundlage sind wir optimistisch für 2016.“

An sechs Standorten mit 69 Mitarbeitern betreut die Sparkasse Ried-Haag derzeit 21.500 Kunden.


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