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RIED. Corona hat sich auch auf den Gemeinderat ausgewirkt, und das nicht nur, was die Tagesordnung betrifft. Um den Abstandsregeln genüge zu tun, fand die Sitzung am Donnerstag im Sparkassen-Stadtsaal statt.

Ungewohntes Bild einer Gemeinderatssitzung (Foto: Tips/Horn)
Ungewohntes Bild einer Gemeinderatssitzung (Foto: Tips/Horn)

Für Berichterstatter und Wortmeldungen gab es zwei Mikrophone; wer etwas sagen wollte, musste nach vorne gehen. Durchaus möglich, das dadurch die Zahl der Diskussionsbeiträge reduziert und die Dauer der Sitzung verkürzt wurde.

Drei bis fünf Jahre Sparkurs

Bürgermeister Albert Ortig (ÖVP) gab eine „tagesaktuelle Einschätzung“ der wegen Corona entfallenden Einnahmen bei den Ertragsanteilen, der Kommunalsteuer, bei Strafgeldern und Parkgebühren, beim Freizeitbad und den Sondergebühren. Insgesamt kam er dabei auf 2,5 bis 2,9 Millionen Euro – wobei man noch nicht sagen könne, was von den Ankündigungen des Bundes komme.

Ortig: „In den nächsten drei bis fünf Jahren werden wir schauen müssen, wieder auf die Spur der soliden Finanzgebarung zu kommen.“ Die Stadt müsse antizyklisch investieren und „alles was irgendwie geht, in die Gänge bringen“ – auch im Hinblick auf die Schulabgänger, die im Herbst Jobs suchen.

Jahnturnhalle, Kultur

Ein finanziell größerer Brocken ist die mit 1,78 Millionen Euro veranschlagte Sanierung der Jahnturnhalle, bei der die Stadt ihren Anteil von etwa 586.000 Euro auf 15 Jahre verteilt.

Für mehrere Kulturvereine von KiK über LMS-Kulturkreis bis zur Stadtkapelle wurden die Jahressubventionen beschlossen – die gewünschten Erhöhungen der Förderungen gab es zwar nicht, aber auch keine Kürzungen.

Kulturreferent Vizebürgermeister Thomas Dim (FPÖ): „Man könnte zwar sagen, dass wir nur für durchgeführte Veranstaltungen zahlen sollten. Mein Zugang ist aber: Wir sind heuer in einer Ausnahmesituation. Kulturvereine wie das KiK und andere leisten seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit in Ried. Schauen wir auf unsere Vereine, damit sie diese Situation meistern und so bald wie möglich wieder ein Programm bieten können.“


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