Christian Steinbacher im KiK: Virtuoses und verschmitztes Spiel mit der Sprache
RIED. Eine Lesung von Christian Steinbacher ist immer mehr als nur eine Lesung. Das gilt besonders, wenn sie als „Lesung & Performance“ angekündigt wird wie sein nächstes Gastspiel im KiK am Dienstag, 14. April, bei dem er seinen aktuellen Gedichtband „Hoch die Ärmel“ vorstellt.

Auch wenn die Auftritte des 1960 in Ried geborenen und seit 1984 in Linz lebenden Schriftstellers und Sprachkünstlers eine Konstante des KiK-Programms sind (seit 1990 war er zwölfmal zu Gast), weiß Christian Steinbacher mit seinen Darbietungen immer wieder aufs Neue zu überraschen.
Im Mittelpunkt der sicher wieder abwechslungsreichen Textperformance steht dieses Mal sein aktueller Gedichtband „Hoch die Ärmel. Gedichte und Schlipse“ (Czernin).
„Totales Gegenstück zu TikTok-Videos und Insta-Reels“
Steinbachers Texte zielen auf eine „Verzauberung des Verstandes durch die Mittel unserer Sprache“, schrieb Andreas Puff-Trojan im „Standard“. Als „erfrischend schreibmutig“ und „Feuerwerk der literarischen Stilmittel“ wird das aktuelle Buch im Kulturbericht OÖ beschrieben, wo Michaela Ogris empfiehlt, das Buch als „portables Denk-Bändchen und damit totales Gegenstück zu TikTok-Videos und Insta-Reels“ zu betrachten.
„Stille, bescheidene Meisterschaft“
Lukas Meschik notiert zum Buch: „Dass Steinbacher mit jedweder freien oder strengen Form so unverkrampft umgehen kann, ist nur Beweis einer stillen, bescheidenen Meisterschaft. Sein Ton behält dabei eine ironische Distanz, die einen nie emotional erpresst. Keine Frage, dass Steinbacher seine Lyrik im Vortrag als Sprech-Akt zu ganzer Blüte bringt.“


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