Die „Hermänner“ besingen Pflanzen und ihr Publikum
RIED. Das KiK liebt die Gesangskapelle Hermann – was sich in regelmäßig ausverkauften Konzerten bemerkbar macht (mit anderen Worten: wer noch eine Karte will, sollte sich beeilen), und die „Hermänner“ lieben das KiK – was sich in zahlreichen Gastspielen in Ried zeigt. Das nächste findet am Donnerstag, 24. September, um 20 Uhr statt (Eintritt: VVK 29 Euro, AK 33 Euro).

Das neue Programm der Gesangskapelle mit dem Titel „Pflanzen“ treibt Blüten und Blödsinn, ist ein kindsköpfiges Stochern im Humus der Gegenwart, eine Sammlung neuer Lieblingslieder, und bietet eine Art Exit-Szenario aus dem Irrsinn der Welt ins selbstgebaute Hochbeet. Mit gewohnt musikalischem Anarchismus, irgendwo zwischen a cappella und Stadionrock, schafft es die Gesangskapelle Hermann einmal mehr, ihr Publikum in einen humorvollen und unterhaltsamen Abend zu entführen.
Wenn man – wie die Gesangskapelle Hermann – regelmäßig die Bühnen der Welt bespielt, weiß man: Ein Publikum will sich gehegt und gepflegt wissen, braucht Liebe und gutes Zureden, damit es aufblüht und vielleicht sogar über sich hinauswachsen kann. Wie eine Zimmerpflanze ist es kultiviert, aber auch recht eigensinnig, braucht bloß wenig Licht, dafür umso mehr zu trinken. Und kaum verliert man es aus den Augen, verwelkt es: deshalb muss man für alles gewappnet sein, ausreichend düngen, manchmal stutzen, dann und wann mit ihm reden – und es selbstredend besingen.
Mit mittlerweile fast 15 Jahren an Erfahrung haben sich die Hermänner als wahre Großmeister dieser äußerst gefinkelten Botanik erwiesen und bereits zahlreiche Nominierungen und Erfolge damit ernten können.








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