Turbulentes Wochenende für Rallye-Ehepaar Gaubinger aus Mehrnbach
MEHRNBACH/FREISTADT. Turbulent starteten Patrik und Verena Gaubinger aus Mehrnbach in die Rallye-Saison. Bei der Jännerrallye im Bezirk Freistadt, die der Auftakt der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft ist, war das Ehepaar Gaubinger unter den 71 Teams zu finden.

Der Wettergott meinte es dieses Jahr gut mit den Teilnehmern und am ersten Renntag begann es stark zu schneien, was die Reifenwahl für die folgenden Tage einfacher machte, da man nun nur noch mit Spikereifen fahren konnte. „Zu Beginn des zweiten Tages verabschiedete sich bereits der zweite Gang unseres Audi Quattro und so mussten wir von nun an beim Hoch- und Runterschalten diesen immer überspringen“, erklärt Patrik und erzählt weiter: „Bei der achten Sonderprüfung wurde der Motor plötzlich heiß und wir mussten provisorisch den Kühlerschlauch reparieren, um weiter fahren zu können.“
Da eine Sonderprüfung am Elternhaus der Beifahrerin Verena vorbeiführte, wurde das herannahende Team von den Familienmitgliedern mit einem großen Feuerwerk empfangen. Am dritten und letzten Tag der Veranstaltung wollte der Audi, welcher über Nacht im Parc fermé abgestellt wurde, nicht mehr anspringen. Im letzten Moment gelang es dem Duo doch noch ihr Fahrzeug zu starten, ohne eine Strafzeit zu kassieren. „Auf der 15. Sonderprüfung fuhren wir mit unserem in die Jahre gekommenen Audi eine 5. Gesamtzeit und ließen so einige Top-Piloten hinter uns“, sagt Verena Gaubinger stolz auf ihre Leistung.
Auf der letzten Sonderprüfung lag das Ehepaar auf dem zweiten Platz in der historischen Meisterschaft, mit einem Vorsprung von einer Minute auf den nächsten Verfolger. „Eine Schrecksekunde gab es für uns aber noch. Zwei Kilometer nach dem Start der letzten Prüfung, nach einem kleinen Ausritt und ein paar durch die Luft fliegenden Schneestangen, retteten wir uns doch noch zurück auf die Strecke und konnten die Rallye dann auf dem zweiten Platz der historischen Meisterschaft, einem Sieg in der Klasse 6.3 und dem hervorragenden 29. Gesamtrang abschließen“, sagt Patrik Gaubinger. So kann die Saison beginnen. Weiter geht's Ende März bei der Rebenlandrallye rund um Leutschach an der Weinstraße.


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