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RIED. Schon im Wahlkampf vor einem Jahr hat Bürgermeister Bernhard Zwielehner die Stadtentwicklung zu seinem Hauptthema gemacht. Mittlerweile ist er seit acht Monaten im Amt und hebt die positive gemeinsame Basis und die gute Zusammenarbeit in der Stadtpolitik hervor.

  1 / 2   Auf die Stadt Ried kommen viele Herausforderungen zu, die aber von einer guten Ausgangsposition angegangen werden. (Foto: Stadtmarketing Ried)

Erst in der letzten Gemeinderatssitzung habe die Stadt eine Millioneninvestition ins Kanalnetz beschlossen und eine neue Drehleiter für die Feuerwehr bestellt.

Aktuell müsse die Stadt auch auf die explodierenden Energiepreise und die Inflation reagieren. „Diese Entwicklung trifft uns voll“, sagt Zwielehner und meint damit sowohl die Stadt als auch die Bürger. „Wir müssen das Budget entsprechend planen, damit wir keine Abgangsgemeinde werden. Wir überlegen aber jetzt schon, wie wir die Bedürftigen unterstützen und im Herbst die schlimmsten Auswirkungen abfedern können.“ In diesem Punkt seien sich in der Gemeindepolitik alle einig. „Wir dürfen trotzdem den Überblick über das große Ganze nicht verlieren, denn Panik hilft niemandem.“

Zukunft der Stadt

Mit großem Optimismus sieht Zwielehner dem Projekt Stadtentwicklung entgegen, das im September starten wird.

Um dazu eine Stimme von außen zu hören, war vor Kurzem der renommierte Architekturjournalist und Buchautor Wojciech Czaja in Ried. „Ich habe ihn eingeladen, damit er uns die Meinung geigt“, sagt der Bürgermeister. Dabei habe sich herausgestellt, „dass Czaja Ried positiver sieht als wir selber“. Die Stadt gehe von einer guten Basis aus. Es gebe zwar auch Leerstand, aber das Zusammenspiel Weberzeile – Innenstadt sei sehr gut, generell gehe es nicht bergab, sondern bergauf. „Diese Diskussion“, sagt Zwielehner, „hat uns das Gefühl gegeben, dass die Zukunft gestaltbar bleibt. Wir stehen vor großen Herausforderungen, aber wir können es gemeinsam schaffen.“

Parkhaus in der Innenstadt

Beim Verkehrskonzept, das vom Gmundener Verkehrsplanungsbüro komobile erstellt wird, kristallisiert sich laut Zwielehner ein Parkhaus in der Innenstadt heraus. Details gibt es noch nicht. „Wir wollen erst schauen, was gescheit ist, dann überlegen wir, wie wir es umsetzen.“

Unter anderem soll dazu im Herbst ein „Immobiliengipfel“ mit Maklern, Baufirmen und Immobilientreuhändern stattfinden, um herauszufinden, ob an dem Projekt Interesse besteht. Zwielehner: „Die Stadt muss nicht alles selber machen.“ Es würden aber Vorgaben gemacht, damit das Projekt sozial verträglich ist.

Bürgerrat

Ein wichtiges Gremium bei der Zukunftsdiskussion soll ein extern begleiteter Bürgerrat sein. Der soll sich aus Freiwilligen zusammensetzen, die – damit sich nicht immer die selben melden – „aus dem Melderegister angesprochen werden“. So sollen auch Menschen erreicht werden, „die vielleicht mit der Politik abgeschlossen haben“. Die Bevölkerung soll zusätzlich durch Diskussionsabende in den Prozess eingebunden werden. Zwielehner: „Ich freue mich auf die Gespräche in den zehn Stadtteilen.“


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