Schadenserhebung ergab: Gesamter Fischbestand ist verendet
EBERSCHWANG. In der Nacht von 1. auf 2. Juli ist es wegen eines technischen Defektes zu einem Gülleaustritt und einer Verunreinigung des Ötzlingerbaches und des Vockingerbaches gekommen, der in weiterer Folge auch zu einer massiven Belastung in der Antiesen führte. Landesrat Stefan Kaineder gab am 19. Juli die aktuellen Ergebnisse der Schadenserhebung bekannt.

Die Erhebungen ergaben, dass der gesamte Fischbestand (Bachforellen, Koppen) auf einer Strecke von 13 Kilometern, bis in den Bereich oberhalb des Pegels Danner, zur Gänze verendet sind. Die Ursache ist auf eine Kombination aus Sauerstoffmangel und eine Ammoniakvergiftung (Ammoniumanteil in der Gülle) zurückzuführen. „Da entweder noch Feststoffreste oder Reste in Tümpeln vorhanden gewesen sein dürften, war die deutliche Belastung auch noch nach dem Vorfall in einer ersten Beprobung im Vockingerbach analytisch/chemisch nachweisbar. Auch in der Antiesen waren noch leichte Belastungen erkennbar.
„Die aktuelle Bilanz bei der Erhebung des Schadensausmaßes ist leider sehr ernüchternd, die negativen gewässerökologischen Folgen des Gülleausritts sind groß. Wie schnell sich das Gewässersystem in diesem Bereich erholen wird, kann man erst nach einigen Beprobungen sagen. Die zukünftige Entwicklung hinsichtlich der Gewässerqualität wird im Rahmen eines regelmäßigen Untersuchungsprogramms durch die Abteilung Wasserwirtschaft weiterhin beobachtet. Die nächste Beprobung der Antiesen findet noch Ende Juli statt“, kündigt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder an.
Nachdem der Landwirt den Defekt bemerkt hat, verständigte er sofort die Feuerwehr und die Polizei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Landwirt.


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