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Auch im Krankenhaus Ried forderten Streikende Gehaltserhöhung und Arbeitszeitverkürzung

Walter Horn, 23.01.2026 07:39

RIED. In sieben der acht oberösterreichischen Ordensspitälern wurde am Donnerstag, 22. Jänner, gestreikt – im Innviertel im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried und im Krankenhaus St. Josef in Braunau; in Schärding nicht, denn das Klinikum ist kein Ordenskrankenhaus.

Streikende Mitarbeiter vor dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried forderten eine Arbeitszeitverkürzung und Gehaltserhöhungen. (Foto: Betriebsrat BHS Ried)

Die Hauptforderungen der Streikenden sind eine Gehaltserhöhung, die mindestens die Inflation abdeckt (rückwirkend ab 1. Jänner), und eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 35 Stunden, die innerhalb der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden soll.

Weil nach vier Verhandlungsrunden in den Kollektivvertragsverhandlungen für das nicht-ärztliche Personal bis Anfang Jänner kein Ergebnis erreicht wurde, organisierte die Gewerkschaft vida den Streik. Von den Verhandlungen sind in den Ordensspitälern rund 10.000 Mitarbeiter betroffen.

In Ried nahmen über 200 Personen an dem Streik teil. Bei der Kundgebung vor dem Krankenhaus um 13 Uhr wurde den Teilnehmern von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die im Dienst waren, aus den Fenstern applaudiert. In den Streikversammlungen sprachen unter anderem Mitarbeiter aus dem Pflegebereich darüber, wie belastend der Beruf auch wegen der aktuellen Rahmenbedingungen sei und wie gerne sie ihn trotzdem ausüben.

Die Konzernbetriebsratsvorsitzende Martina Reischenböck, die auch Betriebsratsvorsitzende im Krankenhaus Ried und Gewerkschaftsverhandlerin für die Arbeitnehmer ist, kam nach dem Streikzug in Linz noch nach Ried. Sie sagte, dass der Streik in Ried sehr gut laufe: „Die Leute sind sehr motiviert.“ Im Gesundheitswesen sei es schwierig zu streiken, „weil wir ja trotzdem die Versorgung der Patienten sicherstellen wollen und müssen.“ Diese sei auch zu jeder Zeit gesichert gewesen.

Der Streik sei notwendig gewesen, um die Anliegen der Belegschaft sichtbar zu machen. Dies sei gelungen. Die Gewerkschaft wolle weiter verhandeln. Ein entsprechendes Angebot, das die Gewerkschaft den Arbeitgebern am Donnerstag vor Streikbeginn übermittelte, wurde von diesen mit der Zusage für einen Terminvorschlag aufgenommen.


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