Hundezüchter wurden festgenommen
ROHRBACH-BERG. Jenes Hundezüchterpaar, das bereits im Juni des Vorjahres wegen schweren Betruges und Tierquälerei - nicht rechtskräftig - verurteilt wurden, ist nach einem „Undercover-Einsatz“ erneut aufgeflogen. Sie wurden am Dienstag festgenommen; die Ermittlungen laufen.

Erneut ermittelt die Staatsanwalt gegen jenes Züchter-Paar, das bereits im Vorjahr wegen Tierquälerei und schweren gewerbsmäßigen Betrugs –nicht rechtskräftig – verurteilt wurde. Das Paar ging in Berufung. Am Dienstag wurden der Mann und die Frau festgenommen. Die Tiere kamen in Tierheime.
Maßgeblich an der erneuten Überführung beteiligt waren Mitarbeiter der Tierschutz-Organisation Vier Pfoten, die sich als potentielle Käufer ausgaben, am Anwesen des Paares ein Gespräch führten und dieses mit versteckter Kamera aufzeichneten.
Im Auge behalten
„Meine Kollegen fanden bei ihrem Besuch mindestens 30 Hunde unterschiedlicher Rassen vor, einige davon in schlechtem Zustand, teilweise mit Bissverletzungen. Und: Überall war Hundelärm und es stank nach Urin“, verrät Irina Fronescu von der Organisation Vier Pfoten. Die Organisation war bei ihrem Undercover-Einsatz über die angeblich schlechten Hygienebedingungen am Hof schockiert. Obwohl das Züchter-Paar schon eine Gerichtsverhandlung hatte, habe man den Hof auch danach im Auge behalten. „Verkaufs-Anzeigen im Internet gab es weiterhin. Außerdem hatten wir in Wien einen ähnlichen Fall – dort hat man nach einer Verurteilung auch einfach weitergemacht“, heißt es vonseiten der Organisation Vier Pfoten.


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