Himmel und Hölle treffen sich im Kellertheater des gYm
ROHRBACH-BERG. „Die Stottern“ kommen am Mittwoch, 4. Dezember, gemeinsam mit Christoph Bochdansky ins Kellertheater des Rohrbacher Gymnasiums.

Schon wieder ist Advent. Alle Jahre wieder … lustig, lustig tralalala … und schon befördert einem eine Überdosis Weihnachtspunsch, dessen Ingredienzenliste garantiert gegen die Genfer Konvention aufs Gröbste verstößt, Bratwürstel samt Kraut wieder ans nebelverhangene Tageslicht. Kaum hat man die Novemberdepression übertaucht dreht einem die Vorfreude auf das Fest der Liebe den vanillekipferlverseuchten Magen um. Selbst Vorschulkindern, die noch beharrlich ans Christkind glauben müssen, bleibt in der stillen Zeit nur mehr die desillusionierende Hoffnung, dass dieser unerträglich picksüße Weihnachtsfriede irgendwann sein jähes Ende finden wird. Weit haben wir es gebracht mit unserer Schneekanonen-überzuckerten Beschaulichkeit.
Doch es gibt tatsächlich Hoffnung, zumindest in unseren Breiten: denn pünktlich am 4. Dezember – heuer schon zum dritten Mal – erscheinen im Theater im gYm die heiligen zwei Strottern – mögen sie auch hoch von weiß der Teufel wo herkommen – um uns froh zu verkünden, dass es Besseres Wichtigeres gibt, als sich mit ausgelutschten Besinnlichkeitsklischees über die eigene Trostlosigkeit hinwegzutrösten. Heuer haben sie sich den fantastischen Puppenspieler und Figurentheaterzauberer Christoph Bochdansky als kongenialen Mitstreiter an Ihrer Seite, um mit „Himmel und Hölle“ der Hölle des dumpfen Alltags den Himmel der feinsinnigen und –fühligen Menschlichkeit machtvoll entgegenzusetzen:
Zum Inhalt
Zwei Liebende spazieren durch die Nacht (aber sind wir nicht alle Liebende und gehen in der Nacht spazieren?) Jeder geht für sich allein, das Schicksal führt sie zusammen in dieser Nacht. Doch dann kümmert sich das Schicksal nicht weiter um sie und sie verlieren sich.
Die Melancholie und die Sehnsucht tanzen einen Walzer und wer sie sieht vergießt leise Tränen, weil es doch so schön ist sentimental zu werden.
Der Himmel hilft, die Hölle auch, tolldreiste Figuren machen sich lustig über die Endlichkeit des Menschen. Ein Dummkopf ist wer über das Leben, das ja oft zum Weinen ist, nicht lachen kann.
Eine kleine Geschichte über das Größte was uns geschehen kann, die Liebe.
Und Sankt Nikolaus samt Schlägerhooligan Ruprecht, Rentier-Rudy, schrecklich heilige Familie, Ochs, Esel, Hirtenvolk, weisen Königen und von mir aus gleich auch noch Osterhasen können sich alle miteinander brausen gehen. Clemens Lendl, David Müller und Christoph Bochdansky haben die bei weitem frohere Botschaft zu verkünden.
Jetzt aber hurtig reservieren, denn das alles ist kein Geheimnis mehr, und die Plätze im Theater im gYm sind begrenzt. Ho ho ho!!!


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