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BEZIRK ROHRBACH. Es ist das gewohnte Bild um diese Jahreszeit: Klassenzimmer und Kindergärten sind halbleer, die Wartezimmer bei den Hausärzten dagegen voll. Neben vielen Infektionskrankheiten zwingt die Leute auch die echte Grippe zur Bettruhe.
 

Die echte Grippe kommt mit hohem Fieber daher und gehört unbedingt vollständig auskuriert. Foto: Simone Hainz/pixelio.de

„Wir sind in den Hausarztpraxen mit zahlreichen Infekten konfrontiert. Darunter finden sich auch mehrere Fälle der Influenza. Es scheint allerdings der Höhepunkt überschritten worden zu sein, die Neuerkrankungen sind leicht rückläufig“, berichtet Bezirksärztevertreter Erwin Rebhandl. Die echte Grippe ist zwar nicht meldepflichtig, aber auch Amtsarzt Albert Holub weiß von vielen Fällen. Die Influenza ist nicht verwechselbar: „Keine andere Krankheit zwingt Patienten eine Woche mit hohem Fieber bis 39 Grad ins Bett. Anschließend braucht man noch drei, vier Wochen bis zur vollständigen Genesung - das ist ein sehr langer Prozess.“

Echte Grippe unbedingt auskurieren

Holub appelliert an alle, die die Grippe erwischt hat, sich unbedingt Zeit zum Auskurieren zu nehmen. Denn fiebersenkende Mittel nehmen und weiter in die Arbeit gehen­, kann lebensgefährlich sein, weil die Infektion verschleppt werden kann.

Wer einmal von einer echten Grippe erwischt wurde, lässt sich meist auch gerne zur Vorsorge impfen. Holub ist generell ein Befürworter der Schutzimpfung: „Die Impfung wird immer nur Risikogruppen empfohlen, die echte Grippe kann aber auch gesunde Menschen umbringen“, spricht der Amtsarzt die plötzlichen Todesfälle an. Selbst wenn der Impfstoff nicht kompatibel mit den kursierenden Virenstämmen ist, die sich ständig weiterentwickeln, ist eine Vorsorge durch Impfung sehr wirkungsvoll.

 

Schutzmaßnahmen

Primar Anton Ebner, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am LKH Rohrbach, hat einige Maßnahmen zum Schutz vor der echten Grippe (neben der jährlichen Grippeimpfung) parat: Weil sich Influenza durch Tröpfcheninfektion überträgt, lohnt sich verstärkte Hygiene. „Händewaschen mit normaler Seife reicht aus, Desinfektionsmittel sind nicht nötig.“ Außerdem ist es sinnvoll, größere Menschenansammlungen und den direkten Kontakt mit kranken Personen zu vermeiden. Erkrankte sollen beim Niesen oder Husten ein Taschentuch verwenden oder in die Armbeuge niesen. Durch eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten und viel trinken stärkt man das Immunsystem. Auch regelmäßiges Stoßlüften und Bewegung an der frischen Luft tragen zum Schutz vor Grippe und anderen Infekten bei. Denn Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger für Krankheitserreger.


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