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ROHRBACH-BERG. Die Jäger haben ihre Pflicht getan und den Abschussplan zu 100 Prozent erfüllt. Auch wenn das nicht so einfach ist, wie Bezirksjägermeister Hieronymus Spannocchi beim Bezirksjägertag aufzeigte.
 

  1 / 6   Goldener Bruch für 50 Jahre Jagd (v.l.): August Stöbich, Alfred Zehetner, Alfred Wiltschko, Anton Pühringer, Leopold Meisinger, Josef Ruttmann. Foto: Fellhofer

1695 Trophäen gab es für 2015 zu bewerten. „11 Prozent waren Einser-Böcke. Aber um den Abschuss zu erfüllen, mussten auch Böcke geschossen werden, um die oft noch schade war“, berichtete Spannocchi. Neben den insgesamt 5400 Stück Rehwild zeigte die Streckenlegung ähnliche Zahlen wie im Vorjahr: Knapp 90 Rotwild- und Sikawild, 143 Schwarzwild, 1000 Hasen und 900  Wildgeflügel. Allerdings ist das Raubwild im Vormarsch, wie die geschossenen 1578 Füchse, Marder, Dachse, Iltisse und Hermeline zeigen. „Deren Abschuss reflektiert das Vorhandensein. Wir haben unsere liebe Not, das Raubwild kurz zu halten, weil diese auch keine natürlichen Feinde haben“, sagte der Bezirksjägermeister vor versammelter Jägerschaft. Er wolle deshalb auch gar nicht auf die Forderung von Tierschützern eingehen, den Fuchs-Abschuss zu verbieten.

Punkto Verbisssituation war der schneearme Winter keine Hilfe für die Jäger. Hieronymus  Spannocchi ist aber zuversichtlich, dass von den Mitarbeitern der Forstbehörde hier mit Augenmaß vorgegangen wird und der Abschussplan dementsprechend ausfällt. Beim Umgang mit Wildschäden sieht er aber Handlungsbedarf. Denn die gängige Regelung, dass die Kosten für ein allfälliges Gerichtsverfahren in jedem Fall vom Jäger zu tragen sind, macht letzteren erpressbar. „Dieser Missstand muss abgestellt werden“, fordert er von der Politik ein.

Wildtiere brauchen Ruhe

Landesjägermeister-Stellvertreter Herbert Sieghartsleitner sicherte in diesem Punkt eine Lösung im heurigen Jahr zu. Gefordert ist die Politik auch bei der Sicherung der Lebensraumansprüche der Wildtiere. „Wir müssen die Ruhebedürfnisse der  Wildtiere absichern und gesetzlich verankern und dürfen nicht die letzten Naturräume der Gesellschaft frei zu Nutzung überlassen. Dafür braucht es ein Regelwerk, das exekutierbar ist. Denn auf dem Weg der Freiwilligkeit werden wir keine Erfolge haben.“

Für Bezirksjägermeister Spannocchi ist übrigens das letzte Jahr in dieser Funktion angebrochen: Beim nächsten Bezirksjägertag wird er das Amt an seinen Stellvertreter Johann Peter übergeben.


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