Borkenkäfer-Gefahr in den Wäldern ist nicht gebannt
BEZIRK ROHRBACH. Der milde und niederschlagsarme Winter hat die Borkenkäfersituation nicht verbessert. Im Gegenteil: Auch heuer müssen die Waldbesitzer vor dem Käfer auf der Hut sein.

In den trockenen Lagen des Mühlviertels waren die Schadholzmengen 2015 besonders groß: 30.000 Festmeter Schadholz fielen hier an. Die Käfer, die leicht überwintern konnten, werden jetzt wieder aktiv und schwärmen aus. Die Entwicklung vom Ei zum Käfer dauert bei Temperaturen um 24 Grad nur 35 Tage. Ein Borkenkäferweibchen kann in einem Jahr bis zu 100.000 Nachkommen haben.
Waldbesitzer sollten daher mindestens einmal wöchentlich Kontrollgänge durchführen, damit ein Neubefall schnell entdeckt wird. Die betroffenen Bäume müssen gefällt und umgehend aus dem Wald entfernt werden.
Verhacken statt lagern
Verbleibendes Restholz, wie Stammstücke, Ast- und Kronenmaterial werden oft zur Trocknung im Wald oder in Waldnähe gelagert. „Aber auch in diesen Fichtenholzstößen kommt der Borkenkäfer wortwörtlich ins Schwärmen. Die Lagerung sollte daher mindestens 300 Meter vom Wald entfernt erfolgen. Befallene Restholzhaufen in Waldnähe sind umgehend zu verhacken“, empfiehlt Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Restholzhaufen mit einem Vlies oder einer Folie abzudecken, ist keine brauchbare Alternative.


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