Landwirte wehren sich gegen Schleuderpreise
BEZIRK ROHRBACH. Auch für die Rohrbacher Landwirte ist es 5 nach 12. Sie demonstrierten deshalb gestern gemeinsam mit hunderten oberösterreichischen Bäuerinnen und Bauern vor dem Spar-Auslieferungslager in Marchtrenk.

Weil die heimischen Landwirte immer weniger von dem bekommen, was die Konsumenten an der Ladenkasse zahlen, kam es zu der Protestaktion in Marchtrenk, bei der sich Hunderte für eine faire Partnerschaft mit dem Handel einsetzten.
Rohrbachs Bezirksbäuerin Hedwig Lindorfer nahm mit zahlreichen Bäuerinnen und Bauern aus dem Bezirk an der Aktion teil. „So kann unsere Zukunft nicht ausschauen, die Lage ist momentan vor allem bei Milch und Fleisch wirklich kritisch“, begründet sie ihren Protest. Gefordert werden ein gerechter Preis für die qualitativ hochwertigen bäuerlichen Produkte, eine klare Deklaration und Herkunftskennzeichnung, und auch mehr heimische Produkte in den Regalen.
Landwirte produzieren nicht nur Lebensmittel, sondern pflegen auch die Kulturlandschaft. „Das wird kein ausländischer Bauer tun, wenn es unsere nicht mehr gibt“, appelliert sie auch an die Konsumenten, zu regionalen Produkten zu greifen – selbst wenn diese etwas mehr kosten. Erkennbar ist österreichische Qualität durch das AMA-Gütesiegel, das ein verlässliches Zeichen sei und laufend kontrolliert wird, ergänzt die Bezirksbäuerin.


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