Adventkalender mit Symbolcharakter: Jeden Tag ein weiteres befreites Gesicht
ROHRBACH-BERG. Dem Thema Menschwerdung Gottes widmet sich der diesjährige Adventkalender in der Aula des Rohrbacher Gymnasiums.

Im Gymnasium stimmt sich die Schulgemeinschaft in den letzten Jahren immer mit einem besonderen Adventkalender auf das Weihnachtsfest ein. „Von Hinterglasbildern in den Fenstern des Eingangsbereichs, bis zum begehbaren Adventkalender haben wir uns jedes Jahr um einen neuen, kreativen Zugang bemüht, um die Botschaft von Weihnachten erlebbar zu machen“, beschreibt Religionslehrer Christian Lorenz.
Im Antlitz des Menschen
Der diesjährige Adventkalender widmet sich in besonderer Weise der Menschwerdung Gottes, die jedes Jahr zu Weihnachten mit der Geburt Jesu gefeiert wird. 24 Gesichter sind dabei hinter einem Zaun verschlossen. Jeden Tag wird ein Gesicht „befreit“, indem das Gitter zwischen Gesicht und Betrachter aufgeschnitten und entfernt wird. So wird es möglich, einen ungehinderten Blick auf das Antlitz eines Menschen zu werfen. „Im Alltag trennen uns oft Zäune voneinander. Zwischen uns stehen kulturelle, ökonomische und religiöse Grenzen, vielfältige Vorurteile oder einfach Gleichgültigkeit gegenüber unseren Mitmenschen. Wir haben es uns im Gefängnis unseres Ich bequem gemacht. Dieses Gefängnis zum Du hin aufzubrechen, die Grenzzäune zu durchschneiden, einander von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und im Augen-Blick eines Fremden die Ewigkeit – Gott – zu erkennen: dazu möchte der Adventkalender in der Aula des BRG-Rohrbach in einer Art 'Sehschule der Transzendenz' beitragen“, erklärt Lorenz die Hintergründe. Um die künstlerische Umsetzung hat sich Gerald Bogner angenommen.


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