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BEZIRK ROHRBACH. In allen zehn Rotkreuz-Ortsstellen gibt es seit dem vergangenen Jahr wieder Jugendgruppen, insgesamt 172 Kinder sind in diesen aktiv. Dennoch bleibt die Jugend eine Herausforderung. Der Gedanke des Roten Kreuzes soll deshalb verstärkt in die Schulen getragen werden.  

Das Rote Kreuz will schon Kinder und Jugendliche begeistern und damit früh die Basis zur Freiwilligkeit legen. Foto: Gahleitner

Was in den Kindergärten mit dem Projekt Roko perfekt und flächendeckend funktioniert, soll in den Schulen fortgesetzt werden. „Denn hier versiegt die Begeisterung für das Rote Kreuz. Deshalb wollen wir einen Jugendkoordinator installieren, der die Lehrkräfte und Jugendrotkreuz-Referenten in den Schulen unterstützt“, erklärt Bezirksgeschäftsleiter Hannes Raab näher. Für die Pädagogen gibt es vorgefertigte Arbeitsblätter. Ziel ist es, schon Kinder und Jugendliche für das Rote Kreuz zu begeistern und damit die Basis für  spätere Freiwillige zu legen (Interessierte können sich bei der Bezirksstelle des Roten Kreuzes melden). 

Verpflichtende soziale Arbeit

703 Ehrenamtliche sind derzeit allein im Rettungsdienst tätig. Sie haben im Vorjahr 167.840 Stunden geleistet. Insgesamt sind mehr als 1100 Freiwillige in den verschiedensten Bereichen für ihre Mitmenschen im Einsatz. Nach dem neuen Integrationsgesetz sollen auch anerkannte Flüchtlinge verpflichtend gemeinnützige Arbeit leisten. „Alle Organisationen, die derzeit Zivildiener beschäftigen, sollen dieses Vorhaben realisieren. Das wird eine Herausforderung für das Rote Kreuz, aber es ist ein sinnvoller Weg zur besseren Integration“, ist Raab überzeugt.

Bezirksleitstelle wird 2018 geschlossen

Noch eine Veränderung steht dem Roten Kreuz bevor: 2018 werden die letzten beiden Mühlviertler Bezirksleitstellen - jene in Rohrbach und in Perg - geschlossen. Die Rettungseinsätze werden dann von Linz aus koordiniert. Grund dafür ist die Umstellung auf digitalen Funkstandard, der schon seit Jahren geplant ist. „Wir haben personell eine sensationelle Leitstelle. Aber die Technik ist veraltet. Die Entscheidung ist in Österreich für die Bündelfunkbasis Tetra gefallen, die künftig alle Einsatzorganisationen verwenden werden“, informiert der Bezirksrettungskommandant. 41.660 Mal wurde die Rohrbacher Bezirksleitstelle im Vorjahr gerufen. „Die Mitarbeiter werden nicht alle nach Linz kommen“, sagt dazu Bezirksstellenleiterin Wilbirg Mitterlehner: In persönlichen Gesprächen soll geklärt werden, ob sie in der neuen Leitzentrale Linz/Mühlviertel arbeiten oder einen anderen Arbeitsplatz in der Region übernehmen. „Auch wenn künftig einige pendeln müssen, haben wir doch als Rotes Kreuz viele Arbeitsplätze in der Region geschaffen“, ruft Mitterlehner in Erinnerung. 

Jahresbilanz

Bei 29.300 Ausfahrten legten die Rotkreuz-Mitarbeiter im Vorjahr über eine Million Kilometer zurück. 167.840 Stunden wurden freiwillig, 71.106 beruflich geleistet. Dazu kommen 63.359 Zivildienerstunden. Für den hausärztlichen Notdienst (HÄND) wurden knapp 60.000 Kilometer gefahren und insgesamt 5868 Stunden geleistet. Der Personalstand ist mit 1248 Mitarbeitern (1111 Freiwillige, 137 Berufliche) stabil.


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