Aus Pappendeckel und Klebeband entstand das erste MRT-Gerät des Mühlviertels
ROHRBACH-BERG. Voraussichtlich Ende des Jahres wird am Landeskrankenhaus Rohrbach das langersehnte MRT-Gerät in Betrieb genommen. Bis dahin muss aber noch viel geschehen; ein Zubau wird fällig. Um eine optimale Nutzung der Räumlichkeiten und gute Arbeitsabläufe sicherzustellen, simulierten die Mitarbeiter des LKH im Centro diverse Untersuchungen.

Ein Tisch musste als Liege herhalten, aus Pappendeckel und Klebeband wurde das erste MRT des Mühlviertels im Centro aufgebaut. Und dann wurde untersucht: Knie, Hüfte, Schädel und was sonst noch so alles im Körper kaputt sein kann. „Ein solche Simulation war Premiere in der gespag. Es wurden erstmalig – bevor das Bauwerk steht – die Abläufe durchgespielt und nachgestellt“, sagt Leopold Preining, kaufmännischer Direktor des LKH Rohrbach.
Wertvolle Analyse
Nach den einzelnen Simulationsabläufen, die auch vom Architekten Wolfgang Paul aus Wien mit Argusaugen verfolgt wurden – er muss das Geforderte schließlich umsetzen – wurde von den Beteiligten analysiert, was gut gelaufen ist, ob und welche Änderungen notwendig sind. „Es war besonders wichtig, dass Problemstellungen aus allen Disziplinen aufgezeigt wurden“, beschreibt Primar Peter Stumpner, ärztlicher Direktor des Krankenhauses.
Die Reaktionen der Teilnehmer waren ausschließlich positiv. „Ich fand die Simulation sehr gut und wichtig, weil viele Einzelheiten im Ablauf erst klar werden“, beschreibt etwa Anästhesist Gottfried Schietz.


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