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Drogendelikte nehmen zu - alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten sind betroffen

Martina Gahleitner, 06.03.2018 05:51

ROHRBACH-BERG. Während beim Handel mit Suchtgift die Staatsanwaltschaft ermittelt, ist der Konsum von ebendiesen seit zwei Jahren Aufgabe der Bezirkshauptmannschaft. Diese merkt bereits jetzt eine Zunahme der Drogendelikte.

Im Vorjahr gab es 133 Anzeigen gegen das Suchtmittelgesetz. Foto: Syda Productions/shutterstock.com
Im Vorjahr gab es 133 Anzeigen gegen das Suchtmittelgesetz. Foto: Syda Productions/shutterstock.com

133 Anzeigen gegen das Suchtmittelgesetz gab es im Vorjahr, 2016 waren es 111. Das führte zu 33 Begutachtungen durch den Amtsarzt, um 13 mehr als im Jahr zuvor. „Verstöße gegen das Suchtmittelgesetz steigen kontinuierlich an, das merken wir auch bei den Drogenlenkern, die von der Polizei erwischt werden“, berichtet Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner. Drogenkonsum zieht sich quer durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen, richtige Hotspots gebe es im Bezirk nicht.

Weg von den Drogen

Ziel der Behörde ist nicht die Abstrafung, sondern die Konsumenten weg von den Drogen zu bringen: durch Begutachtungen durch den Amtsarzt, darauf folgende Beratungsgespräche, Psychotherapie. „Diese gesundheitsbezogenen Maßnahmen sind verbindlich festgelegt. Wenn der Drogenkonsument diesen nicht nachkommt, kommt es zur Anzeige“, informiert Mitterlehner und ergänzt: „Damit könnten sich Betroffene ein gerichtliches Verfahren ersparen.“

Fokus auf Drogenhändler

Der Schwerpunkt der Kriminalitätsbekämpfung im Suchtmittelbereich liegt nämlich bei den Händlern. Hier gab es im Vorjahr auch einige gute Erfolge der Polizei. Landesweit werden von der Polizei Strukturen aufgebaut, um Drogenhändlern das Handwerk zu legen. Ebenso will die Bezirkshauptmannschaft Schwerpunkte auf Prävention legen.

Weitere Kennzahlen:

Im Vorjahr hat die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach 9347 Reisedokumente ausgestellt (fast um 3000 mehr als 2016). 3661 Führerscheine wurden ausgestellt (+86), 201 entzogen (+17). Im Sicherheitswesen wurden 214 Waffendokumente ausgestellt, um 99 weniger als im Rekordjahr 2016. 389 Gewerbe wurden angemeldet (-22), 104 Betriebsanlagenerrichtet (+7).


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