Wenn alles zu viel wird: Familienhelferinnen der Caritas sind seit 65 Jahren im Einsatz
BEZIRK ROHRBACH. Manche Situationen können ein Familiensystem an die Grenzen der Belastbarkeit bringen. Dann ist es gut, wenn jemand kommt und Hilfe und Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder im Haushalt anbietet. Die Familienhelferinnen der Caritas machen dies seit 65 Jahren.

Den heutigen Internationalen Tag der Familie (15. Mai) nimmt die Caritas zum Anlass, um auf die Bedeutung der Familienhelferinnen aufmerksam zu machen: 2430 Hausbesuche wurden im Bezirk Rohrbach im vergangenen Jahr durchgeführt. Die Einsatzgründe sind vielfältig: Sie helfen rund um Schwangerschaft und Geburt, bei Krankheit oder Reha-Aufenthalten, aber auch, wenn die Vereinbarung von Familie und Beruf schwer zu schaffen ist. „Besonders angestiegen ist in den letzten Jahren die Unterstützung von Familien, in denen es Burnout, Depression, Erschöpfung oder Überforderung gibt“, berichtet Sigrid Kroiß, Teamleiterin der Mobilen Familiendienste im Bezirk.
Hemmschwelle bleibt
Aber obwohl es die Familienhilfe schon seit 65 Jahren gibt, kennen viele Mütter und Väter diese Möglichkeit nicht; auch die Hemmschwelle, sich Hilfe zu holen, ist nach wie vor groß. „Dabei sollte man die Dienste in Anspruch nehmen, bevor die Situation eskaliert. Eine Familie kann an einer besonderen Belastung auch zerbrechen“, betont Kroiß. Und ergänzt: „Oft reicht schon ein halbtägiger Einsatz ein oder zwei Mal pro Woche, um die Familie spürbar zu entlasten.“
Die Mobilen Familiendienste werden vom Land OÖ und regionalen Trägern von sozialer Hilfe gefördert. Die Tarife sind sozial gestaffelt. Mehr Informationen: Tel. 07289/20998 2571, Gerberweg 6, Rohrbach-Berg.


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