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ROHRBACH-BERG. Die Corona-Krise bringt pflegende Angehörige zunehmend an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Servicestellenleiterin Ute Maria Winkler kann zwar jetzt nicht persönlich helfen, dafür steht sie am Telefon für Gespräche bereit. Foto: Caritas

„Die Tagesbetreuungen sind geschlossen, die mobile Pflege ist auf ein Minimum reduziert und auch die Nachbarin, die sonst einmal in der Woche zu Besuch ist, fällt weg. Dazu kommt, dass die eigenen sozialen Kontakte oder persönliche Auszeiten sich von heute auf morgen in Luft aufgelöst haben“, schildert Ute Maria Winkler, Leiterin der Caritas-Servicestelle Rohrbach, vor welchen Herausforderungen pflegende Angehörige derzeit stehen. Normalerweise ist es ihr ein Anliegen, gemeinsam nach Entlastungsangeboten für die Betroffenen zu suchen und zu ermutigen, mehr auf sich selber zu achten. Wegen der Corona-Krise ist das derzeit allerdings nicht möglich.

Zuhören hilft

Zumindest telefonisch wollen die Caritas-Mitarbeiterinnen die pflegenden Angehörigen unterstützen, damit sich diese ihre Sorgen und Ängste von der Seele reden können. „Ich höre zu, verstehe und habe Mitgefühl. Das löst zwar keine Probleme und bringt den Betroffenen auch keine durchgehende Nachtruhe. Aber das Gefühl, in Krisen nicht alleine zu sein, hilft, diese besser bewältigen zu können“, sagt die Caritas-Servicestellenleiterin.

Ute Maria Winkler ist nach wie vor von Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 12 Uhr telefonisch unter 0676/8776 2443 für psychosoziale Beratungsgespräche erreichbar. Für sonstige Fragen rund um die Pflege von älteren Menschen steht auch die Pflege-Hotline unter 051/775 775 zur Verfügung.


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