Heimische Milch ist wertvoll und kostbar
NEBELBERG/BEZIRK ROHRBACH. Als Milchbotschafterinnen waren die Bäuerinnen des Bezirkes am heutigen Weltmilchtag, 1. Juni, unterwegs. Sie appellierten dabei auch an die Konsumenten, beim Einkauf zu heimischen Produkten zu greifen.

Angesichts der sinkenden Milchpreise, zu denen Landwirte nicht mehr kostendeckend produzieren können, sind viele Bauernhöfe in Gefahr. Deshalb nutzten die Bäuerinnen den Weltmilchtag nicht nur, um Werbung für die gesunden Milchprodukte zu machen, sondern vor allem auch, um auf die Bedeutung des Bauernstandes an sich aufmerksam zu machen. „Unsere heimischen, kleinstrukturierten Milchbauern sichern die Versorgung mit hochwertiger Milch und gleichzeitig den Erhalt unserer gepflegten Kulturlandschaft. Außerdem werden Arbeitsplätze geschaffen“, betonte Bezirksbäuerin Hedwig Lindorfer, die unter anderem in der Bezirkshauptstadt unterwegs war. Nebelbergs Ortsbäuerin Michaela Märzinger ergänzt: „Gerade in der momentan schwierigen Situation der Milchbauern ist es uns wichtig, dass wir auf die Vorzüge der Milch als gesundes und heimisches Lebensmittel hinweisen und schon unsere Kinder damit vertraut machen.“ Deshalb verköstigten die Nebelberger Bäuerinnen die Volksschulkinder mit frischer Bergbauernmilch.
Die Milchkrise spitzt sich indes weiter zu: Preisverhandlungen zwischen Molkereien und Landwirten haben in manchen Regionen der EU Preise von unter 20 Cent ergeben. Erkennbar ist aber ein positiver Trend bei den Konsumenten, die verstärkt bewusst heimische Lebensmittel kaufen. Erkennbar sind diese am AMA Gütesiegel, an der Dachmarke Genussland OÖ oder am Zeichen für Direktvermarkter „Gutes vom Bauernhof“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden