Mühlkreisbahn: Über neue Eisenbahnbrücke und Schienenachse zum Hauptbahnhof
BEZIRK ROHRBACH. Bis zu 100 Millionen Euro soll die Attraktivierung der Mühlkreisbahn kosten. Die Normalspur soll erhalten und mit Zweisystemfahrzeugen der Hauptbahnhof angesteuert werden. Das besagt das nun veröffentlichte Endergebnis der Studie der Metron Verkehrsplanungs AG, die Peter Schoop präsentierte.

Die Kosten von 100 Millionen Euro sind eine Grobschätzung mt einer Abweichung von 20 bis 30 Prozent. „Das müsse uns aber der öffentliche Verkehr wert sein“, heißt es von Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FP), der die Studie in Auftrag geben ließ und diese in seiner Endfassung präsentierte. Wie bereits im Oktober bekannt wurde, soll die Mühlkreisbahn auf der Normalspur bleiben und mittels „Zweisystem“-Zuggarnituren als S-Bahn-Linie (S6) über die neue zweite Schienenachse auf einem Dreischienengleis ab der Brücke durch das Stadtgebiet bis zum Hauptbahnhof verlängert werden. Damit sollen Öffi-Benutzer ohne Umsteigen an ihr Ziel gelangen. Außerdem werden die Straßenbahn- und auch die Buslinien entlastet. „Diese Studie dient als Entscheidungsgrundlage für weitere politische Schritte“, nennt Steinkellner die Intention dahinter. Als erstes soll jedenfalls der Umstieg am Mühlkreisbahnhof optimiert werden.
Beschluss im Frühjahr?
Die Systemstudie soll zudem als Leitfaden zur Umsetzung eines S-Bahn-Konzeptes für den Großraum Linz gelten. Nun ist ein Grundsatzbeschluss im Landtag notwendig. Erreicht werden soll dieser laut Steinkellner im ersten Quartal des kommenden Jahres. Aufgabe der Studie war, die vielen schon veröffentlichten Studien miteinzubeziehen und zu einer eindeutigen Systemempfehlung zu kommen.
Studie: Stadt und Landeshauptmann eingeweiht
Der Auftrag an die Metron Verkehrsplanungs AG erfolgte in Abstimmung mit dem Landeshauptmann und der Stadt Linz. Geklärt werden muss laut Steinkellner auch, wie es mit einer Mitfinanzierung durch den Bund ausschaut. Schon jetzt fahren täglich rund 4700 Fahrgäste mit der Mühlkreisbahn. Die präsentierten Planungen weisen Gerling aus. Wie weit in den Bezirk die Mühlkreisbahn gehen wird, ist aus der Studie nicht ersichtlich. Durch das Bestehen der Normalspur wäre keine Umspurung notwendig. Laut Büro von Landesrat Steinkellner war eine Kostenberechnung im oberen Teil der Mühlkreisbahn-Strecke schwierig zu realisieren. Der Landesrat ist einer Weiterführung der Bahn nicht abgeneigt. „Das ist eine Entscheidung, die in Zukunft getroffen werden muss“, heißt es. Die Betriebskosten bei einer Weiterführung der Strecke von Gerling nach Aigen-Schlägl würden laut Steinkellner weitere vier Millionen Euro ausmachen.
Grüne: Bahn muss bis Aigen-Schlägl gehen
Irritiert zeigt sich indessen Severin Mayr, Verkehrssprecher der Grünen von den heute präsentierten Planungen bis Gerling: „Bis heute wurde die erste Etappen-Planung immer bis Kleinzell betrieben. Heute ist nur mehr von Gerling zu lesen. Das sind acht Kilometer weniger“, so Mayr. „Generell muss sichergestellt sein, dass die Bahn langfristig bis Aigen-Schlägl geführt wird“.


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