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Auch Rohrbacher Eltern-Kind-Zentren und Spiegel-Treffs müssen Angebote einschränken

Petra Hanner, 13.12.2017 05:49

BEZIRK ROHRBACH. „Erste Hilfe für Alleinerziehende“, „Wie wird mein Kind widerstandsfähig?“ – Spannende Vorträge wie diese hätte das Eltern-Kind-Zentrum Haslach demnächst gerne angeboten. Doch wegen der Budgetkürzung des Landes OÖ im Sozialressort werden Elternbildungsmaßnahmen künftig nicht mehr gefördert.

Spielgruppenausbildungen werden teurer. Foto: SpeedKingz/Shutterstock.com
Spielgruppenausbildungen werden teurer. Foto: SpeedKingz/Shutterstock.com

Insgesamt fallen alleine in den beiden Eltern-Kind-Zentren der Familienakademie Mühlviertel in Haslach und Klaffer vier Vorträge ins Wasser, bei zwei weiteren ist es noch unsicher. Eva Ganser vom Büro der beiden Eltern-Kind-Zentren findet das sehr schade: „Das Programm für das kommende Jahr wäre eigentlich fertig und nun müssen wir schon jetzt Seminare im Frühling streichen. Dabei wären die Eltern-Aktiv-Seminare eine gute Ergänzung für die Angebote, die wir für Kinder haben.“

Ausbildung wird teurer

Betroffen von den Sparmaßnahmen sind auch die Spiegel-Treffs der Diözese im Bezirk. Künftig werden die Spielgruppenausbildungen teurer und viele Vorträge oder Workshops können gar nicht mehr angeboten werden. Die beiden Spiegel-Regionalbegleiterinnen des Bezirkes, Nicole Atzlesberger und Helga Gahleitner, machen sich Sorgen. „Ich finde es schlimm, es wird an der falschen Stelle gespart. Anstatt Eltern schon früh zu bilden und mit ihnen präventiv zu arbeiten, zahlt man später lieber teure Folgekosten“, ärgert sich Atzlesberger.

Eltern müssen zahlen

In Rohrbach-Berg soll im Frühling ein neuer Spiegel-Treff im Haus der Familie am ehemaligen Berger Gemeindeamt entstehen. Bisher gab es für Neugründungen immer 700 Euro vom Land Oberösterreich. Damit der Treff nun überhaupt realisiert werden kann, müssen die Eltern tiefer in die Tasche greifen. Helga Gahleitner: „Gott sei Dank sind die Gemeinden den Spiegel-Treffs gegenüber sehr offen, denn viele sind ja schon familienfreundliche Gemeinden. Und ohne die vielen Ehrenamtlichen ginge es gar nicht.“


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