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Es bleibt bei zwei 1A-Gemeinden: Kinderbetreuungsatlas zeigt kaum Verbesserungen im Bezirk Rohrbach

Martina Gahleitner, 30.11.2018 12:00

BEZIRK ROHRBACH. Ihren Kinderbetreuungsatlas hat die Arbeiterkammer wieder veröffentlicht. Für den Bezirk Rohrbach zeigen sich kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Arbeiterkammer zeigt jährlich mit dem Kinderbetreuungsatlas die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf. Foto: Ulza/Shutterstock.com

Nach wie vor gibt es nur zwei 1A-Gemeinden. Also Gemeinden, die laut dem Vereinbarkeitsindikator für Beruf und Familie (VIF) mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit anbieten, an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet sind, Mittagessen zumindest von Montag bis Donnerstag bereit stellen und maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen sind. Darüber hinaus soll es auch eine Betreuung für Unter-Dreijährige und Volksschulkinder geben.

Aigen-Schlägl und Arnreit sind Vorbilder

Nur Aigen-Schlägl und Arnreit erfüllen diese Kriterien. Das sind 5,1 Prozent der Gemeinden, der Landesdurchschnitt liegt bei 20 Prozent. Unter dem Landesschnitt von 38,4 Prozent liegt der Bezirk Rohrbach auch mit elf A-Gemeinden (28,2 Prozent). In 2,6 Prozent der Rohrbacher Gemeinden (OÖ 8,6) gibt es kein Angebot für Unter-Dreijährige. In 5,1 Prozent gibt es keine Betreuung für Volksschulkinder (OÖ 7,1 Prozent). 2,6 Prozent bieten kein Mittagessen im Kindergarten (OÖ 6,4 Prozent) und fast zwei Drittel (61,5 Prozent) der Kindergärten haben kürzer als acht Stunden geöffnet (OÖ 31,6 Prozent). Alle Details auf www.arbeiterkammer.at und in der pdf-Datei.

Verbesserungen in drei Gemeinden

Dennoch kann die Arbeiterkammer auch Erfreuliches berichten: Afiesl konnte sein Angebot aufgrund einer Kooperation mit der Gemeinde Vorderweißenbach (Bezirk Urfahr Umgebung) stark verbessern; Kleinzell hat das Mittagessen im Kindergarten durchgehend eingeführt und Kollerschlag bietet jetzt auch eine Betreuung für Unter-Dreijährige an.

Unbefriedigende Gesamtsituation

Für AK-Präsident Johann Kalliauer ist die Gesamtsituation in Oberösterreich unbefriedigend. „Die Öffnungszeiten müssen auf jeden Fall ausgeweitet werden“, will er sich auch in Zukunft für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen.

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