Leserbrief: Baustellen-Chaos und Schienenersatzverkehr
KLEINZELL/PUCHENAU. Die Kleinzellerin Gabriele Linberger ist als Pendlerin eine der Leidtragenden der aktuellen Baustellensituation bei Puchenau, die zeitgleich mit dem Schienenersatzverkehr auf der Mühlkreisbahn zusammenfällt. In ihrem Leserbrief bringt sie ihren Ärger über die aus ihrer Sicht unüberlegte Planung zum Ausdruck.

Als täglicher Pendler aus dem Mühlviertel verfolge ich das aktuelle Verkehrsgeschehen mit zunehmendem Unmut. Dass die ÖBB die Mühlkreisbahn für dringend notwendige Servicearbeiten vom 24. August bis zum 13. September 2026 komplett sperren und Fahrgäste auf den Schienenersatzverkehr mit Bussen verweisen, ist verständlich.
Dass jedoch zeitgleich auf der ohnehin chronisch überlasteten Rohrbacher Bundesstraße (B127) im Nadelöhr Puchenau umfangreiche Straßenbauarbeiten mit Spurzusammenlegungen durchgeführt werden, zeugt von einer eklatanten Fehlplanung bei der Abstimmung zwischen Land Oberösterreich und den ÖBB.
Öffentlicher Verkehr wird ausgehebelt
Durch das zeitgleiche Zusammentreffen beider Großbaustellen wird der öffentliche Verkehr ausgehebelt: Die Ersatzbusse stehen nun gemeinsam mit den Autofahrern im kilometerlangen Stau vor der Linzer Stadteinfahrt. Anstatt den Umstieg auf die Schiene während der Straßenbauarbeiten aktiv zu fördern, wird die Bahn komplett abgedreht – und die Ersatzbusse verlieren im Puchenauer Baustellenchaos jeglichen Zeitvorteil.
Berufstätige und Schüler baden diese mangelhafte Koordination mit stundenlangen Verzögerungen aus. Wann lernen die zuständigen Verkehrsplaner im Land und bei den Verkehrsbetrieben endlich, Baustellen logisch aufeinander abzustimmen, anstatt das Mühlviertel verkehrstechnisch völlig vom Zentralraum abzuschneiden?
Verfasserin: Gabriele Linberger aus Kleinzell








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