Rohrbacher Kriminalisten legten Drogenschmugglern das Handwerk
BEZIRK ROHRBACH. Suchtgiftkriminalität hat's im Bezirk schon immer gegeben. Dank der neuen Kriminaldienstgruppe, die sich auf ebensolche Delikte spezialisiert, kann den Händlern aber immer öfter das Handwerk gelegt werden. Gerade wieder ist der Polizei die Aufdeckung einer Darknet-Drogenbestellung gelungen.

Schon seit fast einem Jahr waren die Beamten mit diesem Suchtgiftschmuggel beschäftigt, der über den Schwarzmarkt im Internet (Darknet) gelaufen ist. In der Wohnung eines 28-Jährigen aus dem Bezirk Rohrbach wurden geringe Mengen an Kokain, MDMA, Amphetamin, LSD und Cannabiskraut gefunden. Er nannte eine 31-jährige Rohrbacherin und einen 22-jährigen Haslacher als Auftraggeber der Suchtgiftsendung. Bei diesen beiden fanden die Polizisten Verkaufsutensilien, Suchtgiftwaagen, Streckmittel, zwei Indooraufzuchtanlagen und mehr als 2000 Euro Bargeld. Insgesamt wurden vier Darknetbestellungen mit einem Schwarzmarktwert von rund 15.000 Euro aufgedeckt, 50 Konsumenten konnten ausgeforscht werden.
Cannabis & Speed
Cannabis ist oft die Einstiegsdroge, mit Speed (Amphetamine) geht's weiter, wissen Klaus Höfler und Manuel Wallner von der fünfköpfigen Kriminaldienstgruppe des Bezirkspolizeikommandos Rohrbach. „Das Tragische ist, dass das Unrechtsbewusstsein fehlt. Und die Konsumenten sind auch im Straßenverkehr unterwegs, da gibt“s eine Riesendunkelziffer“, ergänzt Höfler. Allein im Vorjahr wurden 40 Drogenlenker aus dem Verkehr gezogen.
Polizei ist überall
Einen Hotspot im Bezirk gibt es eigentlich nicht. „Vor allem die jungen Leute sind so stark vernetzt, dass Drogen in allen Gemeinden ein Thema sind“, berichtet Wallner. Deshalb ist es gut, dass die Polizei überall auftauchen kann. Im Jänner etwa gab es eine Razzia in einem Rohrbach-Berger Lokal, in dem Drogen verkauft wurden, und daraufhin drei Anzeigen. „In solchen Lokalen erfolgt der Erstkontakt – da müssen wir dreinschlagen“, betont Wallner. „Es geht um jene, die auf Kosten der Gesundheit anderer profitieren“, ergänzt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Günther Hollin. „Solche Aufdeckungserfolge können aber nur mit spezialisierten Beamten gelingen.“


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