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Mit Pferden wurde das Salz von Österreich nach Böhmen gebracht. Diese Salztransporte zur Salzhandelstadt Prachatitz führten „Säumer“ aus.

Straßen und Wege waren in den Anfangszeiten des Salzhandels nicht vorhanden, darum mussten die Salzfässer auf dem Rücken der Pferde transportiert werden.

Säumer waren Landwirte, die Pferde besaßen. Ihre Knechte brachten Salz in kleinen Holzfässern auf dem Rücken der Pferde zu den Abnehmerorten in Böhmen. Ein Säumerzug durfte nur vier Pferde umfassen. Sie mussten auf dem Rückweg das kostbare Weizengetreide in Säcken abgefüllt auf den Rücken der Pferde nach Österreich bringen.

Schwere Last

Ein Salzfass wog kaum mehr als fünfzig Kilo. Das war schwer genug, denn einem Saumerpferd wurden zwei auf den Rücken geladen. Heute kann man darüber nur rätseln, wie das aussah. Die beladenen Pferde wurden zu einem Zug zusammengestellt. Mehrere Züge traten die Reise gemeinsam an. Entlang eines Salzsteiges mussten zur Verpflegung und Nächtigung Raststätten sein. In größeren Orten wurde bei einbrechender Nacht im Kirchturm eine Glocke als Orientierungshilfe geläutet.

Gute Geschäfte auch mit anderen Waren

Den Salzsäumern war nur der Weg nach Prachatitz erlaubt. Nach Prachatitz wurden aus dem Donautal in geringem Maß auch andere Waren gebracht. Die vielen im Böhmerwald ansässigen Glashütten handelten ihre Erzeugnisse auch in Prachatitz. Diese Geschäfte verliefen sehr ertragreich, mussten aber in Kriegszeiten viele Jahre ausgesetzt werden. Der österreichische Kaiser untersagte im Jahr 1700 überhaupt die Einfuhr des bayerischen Salzes nach Böhmen. Böhmen wurde allein mit Salz aus dem Salzkammergut ausreichend versorgt.

Verfasser:Fritz Winkler


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