Benefizkonzert: Royal Bäcker Hall trotzt der Corona-Pandemie
ST. MARTIN. Am 5. September steigt in der Granit-Arena in Plöcking erneut das Royal Bäcker Hall Open Air. Musiker werden zugunsten der SOS Kinderdörfer auf ihre Gagen verzichten und gute Musik abseits der Retorte bieten. Doch was treibt die beiden Organisatoren dazu, ohne Bezahlung ein Benefiz dieser Dimension in Corona Zeiten durchzuziehen?

Zwei Mühlviertler stehen hinter Royal Bäcker Hall nämlich Gerald Horvath aus Neusserling und Harald Weihtrager aus St. Veit. Nach eigenen Angaben beide mit dem „Wird schon schief-Gen“ ausgestattet. Warum haben Sie trotz der Unsicherheiten nicht abgesagt?
Weihtrager: Menschen brauchen Kultur, auch wenn wir das oft nicht wahrnehmen. Und durch Corona wurden die Leute so auf die Gefahr für das eigene Leben fixiert, dass der Blick auf jene, die oft noch viel größere Probleme haben, verstellt wurde. Das Open Air soll Kultur sein und auch wachrütteln - es geht uns saugut - aber nicht allen!
Horvath: Wir haben mit vier Bands im April die Organisation gestartet. Mittlerweile sind es neun Bands, 54 Musiker die sich angesagt haben. Zwei Bands werden ihre neuen CDs präsentieren. Das zeigt doch eindeutig, wie sehr es notwendig ist, etwas zu tun.
Und wie gehen Sie mit Corona um?
Horvath: Die Sicherheit und Gesundheit unserer Musiker und des Publikums sind elementar. Das ist die Voraussetzung für die Durchführung. Welche Maßnahmen zu setzen sind, wird noch ermittelt. Sowohl auf der Bühne als auch im Zuschauerbereich ist genügend Platz, um die Mindestabstände einzuhalten.
Weihtrager: Wir werden Mitte August Gespräche mit der Bezirkshauptmannschaft führen und mit entsprechenden Vorkehrungen dafür sorgen, dass sich das Virus am Granit die Zähne ausbeißt!
Aufgeben kommt also nicht infrage?
Weihtrager: Briefe werden aufgegeben! Wir werden das durchziehen.


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