LEMBACH. Der druckfrisch vorliegende zweite Teil der Aphorismen-Sammlung von Reinhold Aumaier ist zugleich sein letztes Werk.

„Nach mir die Sinnflut“ beinhaltet niedergeschriebene Gedanken, Einfälle, Wortspiele, die der Lembacher in den vergangenen zehn Jahren gesammelt hat. Es ist quasi die Fortsetzung des vor zwei Jahre erschienenen Werks „Im Schatten wird man klug.“ Kurz und abgründig bringt Aumaier Missstände zu Papier, erzählt von Tiefen und Untiefen des Zwischenmenschlichen, setzt sich mit sozialen Medien auseinander und mit Spielarten der Künstlerfigur oder reflektiert den Alltag zwischen Himmel und Irdischem. „Es müsste – wenn schon – mit dem Teufel zugehen, gäbe es einen 'Gott'“, schreibt er in einem seiner Aphorismen oder auch: „Wo Vergötterung, ist Entmenschlichung ganz nah“. Denn für Reinhold Aumaier zählt nur, was der Mensch für Menschen tut – im Guten wie im Bösen. „Die Religionsfreiheit war ein Fortschritt. Aber der nächste Schritt wäre die Freiheit von Religionen.“
Lesung im Stifterhaus
Der fast 70-jährige Literat, Musiker und Bildende Künstler beschließt mit diesem 27. Buch sein Schaffen. „Die größte Kunst überhaupt ist es, aufhören zu können“, meint er. Ein letzter öffentlicher Auftritt wird noch folgen: Am 11. Mai liest er im Stifterhaus in Linz aus seinem Werk.


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