Lembacher koordiniert Corona-Testbetrieb in zwei Bezirken

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Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 04.08.2020 11:20 Uhr

LEMBACH/FREISTADT. Der Lembacher Daniel Pühringer koordiniert denn Corona-Testbetrieb für die Bezirke Freistadt und Urfahr-Umgebung.

Im Schritttempo bewegen sich die Autos der Testpersonen durch das Einbahnsystem des Drive-In beim neuen Katastrophenhilfe-Zentrum in Freistadt. Autofenster auf, Name, Sozialversicherungsnummer, Ausweis – bei der Anmeldung geht man auf Nummer Sicher. „Wir testen hier ausschließlich Personen, die uns von der Behörde, von der Gesundheitshotline 1450 oder von Ärzten zugewiesen werden“, erklärt Daniel Pühringer. Der Lembacher koordiniert seit kurzem den Corona-Testbetrieb in Freistadt und Engerwitzdorf.

In der Regel sind es Menschen mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion, die beim Drive-In vorstellig werden. Geduldig öffnen sie den Mund und lassen die unangenehme Prozedur über sich ergehen, manche werden dabei von Brechreiz geplagt. Die gekühlten Proben werden täglich ins Labor gebracht. Das Ergebnis, ausgewertet in den Labors der Linzer Spitäler, liegt etwa in 48 Stunden vor.

Viel Gehirnschmalz nötig

„Das sieht jetzt ja alles recht einfach aus, die Leute fahren durch und sind in wenigen Minuten fertig“, sagt Pühringer. Bis alles so rund lief, war aber einiges an Logistik und Gehirnschmalz notwendig. „Für diesen Fall hat es ja keine Struktur oder Checklisten gegeben“, berichtet der 33-Jährige, der zuvor bereits als Leitstellen-Disponent und bei der Gesundheitshotline 1450 für das Rote Kreuz gearbeitet hat. „Zwischen 80 und 150 Tests nehmen wir pro Tag ab“, weiß Pühringer. Wann Dienstschluss ist, bestimmt die Autoschlange mit den Wartenden. „Im Drive-In sind drei Abstriche innerhalb von fünf Minuten möglich. Bei mobilen Testungen, wenn wir zu den Leuten nach Hause fahren, rechnet man zwei pro Stunde.“ Der Abstrich selbst verursacht dabei den kürzesten Aufwand. „Am längsten dauert das Umziehen der Schutzkleidung nach jedem Test, das ist eine wahre Materialschlacht, und heikel noch dazu, weil die Sachen ja kontaminiert sein könnten“, so der Testkoordinator.

Zum Glück hat es beim Dienstpersonal bisher keine Covid19-Infektionen gegeben. Damit das so bleibt, gilt auch beim Roten Kreuz für alle die Devise Hände waschen, Abstand halten, desinfizieren und Schutzmaske tragen. Denn ein Ende des Testbetriebs ist nicht absehbar. „Wir richten uns auf einen längeren Einsatz ein“, so Pühringer.

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